Sollen jetzt Farbige in den USA nur noch in „black-owned businesses“ einkaufen?

Ein weiterer Rückschritt in den Vereinigten Staaten, den man nun wirklich nur als umgekehrten Rassismus begreifen kann: nachdem Google Maps in den USA schon Läden und Firmen mit speziellen Zeichen hervorgehoben hat, die von Frauen geführt werden oder „LGBT-freundlich“ sind, werden jetzt auch „black-owned businesses“ besonders gekennzeichnet, Läden also, deren Inhaber eine schwarze Hautfarbe haben.

Und das soll jetzt fortschrittlich sein? Das soll ein Zeichen im Kampf gegen den Rassismus setzen?

Nein, das ist auch Rassismus, nur von der Gegenseite her, und es verstößt gegen den Geist der Declaration of Independence, die in dem wunderbaren Satz gipfelt,

that all men are created equal.

Statt im Geiste der Aufklärung hervorzuheben, daß wir alle Menschen mit gleichen Rechten sind, daß niemand (wie es unser gutes altes Grundgesetz im Art. 3 formuliert)

wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt

werden darf, trennt man in den USA wieder (angeblich aus den besten Beweggründen) Schwarz und Weiß, Männer und Frauen, Heterosexuelle und Homosexuelle usw. Was soll daraus Gutes entstehen? Sollen jetzt Schwarze nur noch bei Schwarzen einkaufen, Frauen bei Frauen, und Schwule bei Schwulen? Warum dann nicht auch Linkshänder bei Linkshändern oder Autisten bei Autisten?

Was da aus Angst vor Aktivisten und im Gestus der moralischen Überheblichkeit eingeführt wird, hat mit dem Geist der amerikanischen Verfassung wenig zu tun.

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