Sea-Watch kritisiert Deutschland

Deutschland, das forderte soeben Ruben Neugebauer, der Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Watch, solle alle im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge aufnehmen. Auf eine europäische Lösung zu warten, sei eine Ausrede und für „eines der größten und reichsten Länder der EU“ beschämend.

Dazu muß man doch einiges bemerken.

Deutschland hat, als andere Länder schon ihre Grenzen geschlossen hatten (manche weigern sich bis heute, auch nur einen einzigen Flüchtling ins Land zu lassen!), etwa eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Das war eine richtige (und christliche) Entscheidung, in meinen Augen war es sogar die mutigste und beste Entscheidung in Merkels ganzer Amtszeit. Aber es hat gewaltige finanzielle und organisatorische Anstrengungen gekostet, und natürlich hat es auch zu sozialen Spannungen geführt.

Da empfinde ich es als geradezu dreist, wenn eine Hilfsorganisation jetzt ausgerechnet Deutschland in rüden Worten kritisiert.

Da sind Sie an der falschen Adresse, lieber Herr Neugebauer! Eine solche Kritik haben andere verdient, die osteuropäischen Länder zum Beispiel, deren Willkommenskultur sich bis heute auf die dankbar entgegengenommenen Gelder aus Brüssel beschränkt.

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