An jedem einzelnen Sommertag sterben 5 Milliarden Insekten durch Windkraftanlagen – Zynische NABU-Reaktion

Diese Zahl hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der vergangenen Woche veröffentlicht (hier nachzulesen).

Die Reaktion der großen Naturschutzverbände bestätigt wieder einmal alle meine Befürchtungen. Solche Zahlen, so heißt es, seien „nur begrenzt relevant“:

„Es wäre völlig an den Haaren herbeigezogen, eine nennenswerte Gefährdung von Insektenpopulationen durch Windräder abzuleiten“, sagte Lars Lachmann vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Allein in deutschen Wäldern würden jährlich 400.000 Tonnen Insekten von Vögeln gefressen.

Zudem werden auch die natürlichen Insektenfresser ihrerseits durch Windkraftanlagen getötet: Deren Rotoren werden Vögeln und Fledermäusen oft zum Verhängnis.

In den Chefetagen der Naturschutzverbände, das merkt jeder unvoreingenommene Beobachter, sitzen „Politiker“ und Lobbyisten der Windenergie. In den letzten Wochen, ja Monaten, haben etwa beim NABU Aufrufe zur Europawahl die gesamte Informationsarbeit beherrscht. Auch wenn politischer Druck auf Parteien und Parlamente manchmal nötig ist, so ist die einseitige Bevorzugung der Windenergie und die zynische Verharmlosung von deren „Kollateralschäden“ für die Tierwelt (und das von Naturschützern!) nicht zu rechtfertigen.

Aber man muß auch hier einen Unterschied machen zwischen der Führungsebene, die fast nur noch politisch argumentiert, und den vielen, vielen Mitgliedern und Anhängern der Verbände, die tagaus, tagein eine ganz wunderbare (und unverzichtbare!) Arbeit für die Tier- und Pflanzenwelt leisten.

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