„Man muß sich auffüllen!“

Franz Biberkopf, der Held von Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz, sitzt mt zwei Freunden in einer Eckkneipe und gibt sich zum Erstaunen seiner Freunde der Völlerei hin. „Mit Wonne“ aß und trank er, heißt es da:

Zwei Eisbeine, dann Bohnen mit Einlage und eine Molle Engelhardt nach der anderen.

Eine Molle, das nur zur Erläuterung, ist im Berliner Dialekt ein Glas Bier, und Engelhardt war damals eine der großen Brauereien der Stadt.

Der Franz gibt den Kumpanen eine schöne Erklärung für seine „vollen Backen“:

Man muß sich auffüllen. Ein Mensch, der Kraft hat, muß essen. Wenn du die Plautze nicht voll hast, kannste nischt machen.

Das Zitat habe ich übrigens Bernhard Wördehoffs überaus vergnüglichem Buch Die Dichter bitten zu Tisch – Vom Essen und Trinken in der Weltliteratur entnommen (Lambert Schneider, Darmstadt 2011).

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