„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“

Das hat Horst Seehofer in einem seiner ersten Interviews als Innenminister unseres Landes gesagt. Die Entrüstung aus dem linksgrünen Milieu kam wie erwartet – viel geistige Nahrung hat sie nicht gebracht. Es liegt am Ende alles daran, wie man das Wort „gehören“ auffaßt und interpretiert.

Will man damit lediglich sagen, daß ein paar Millionen Muslime in Deutschland leben und damit auch ihre Religion hier existiert, dann ist das unleugbar richtig. Aber dann ist ein Satz, wie ihn Wulff und Merkel verbreitet haben, daß nämlich der Islam zu Deutschland gehöre, eher trivial und nichtssagend, denn daß viele Muslime in unserem Land leben, ist eine unbestreitbare und zugleich banale Tatsache.

Aber „gehören“ hat ja auch eine ganz andere Bedeutung. Man sagt etwa: „das gehört sich“ oder „das gehört sich nicht“. Hier kommt ins Spiel, ob etwas, das existiert, auch von der Mehrheit erwünscht ist. Darüber kann man nicht abstimmen, das ist weitgehend in die historische Erfahrung eines Volkes eingebrannt. Nicht ein mal die Kanzlerin kann kraft ihres Amtes festlegen, daß der Islam zur deutschen oder europäischen Identität gehört.

Die kleine linksgrüne Minderheit schon gar nicht.

Der Islam, so wie er sich heute darstellt, gehört selbstverständlich nicht zu Deutschland, er gehört auch nicht zum kulturellen Erbe unseres Kontinents. Er gehört zum Erbe Arabiens.

Er ist nur zu uns gekommen, weil Menschen muslimischen Glaubens in der jüngsten Zeit zu uns geflohen sind und auf dieser Flucht – natürlich! – auch ihren Glauben mitgebracht haben. Diesen Glauben dürfen sie hier selbstverständlich ausüben, denn anders als in den muslimischen Staaten, aus denen sie kommen, kann bei uns jeder nach seiner Façon selig werden. Daß diese Freizügigkeit der westlichen Gesellschaften von den Zuwanderern auch honoriert werden möge: schön wäre es, und eine Sache des menschlichen Anstands wäre es eigentlich auch. Da hapert es freilich sehr, eher hört man von den Einwanderern ein Stöhnen über ihr schlimmes Schicksal – gerade so, als habe man sie förmlich in unser Land gezwungen! Aber sie sind doch freiwillig gekommen, und sie können, wenn ihnen das Leben hier nicht gefällt, jederzeit in ihre Heimat zurückkehren.

Unsere Identität aber können sie – auch wenn sie hierbleiben – nicht verändern. Das ist unser Land, das ist unsere Kultur, das ist unsere Geschichte. Jeder, der sich in unsere Gesellschaft einfügen und sie bereichern will, ist uns willkommen: das haben wir nun wirklich bewiesen, als die vielen Heimatvertriebenen (auch meine Eltern gehörten zu ihnen!) hier eingegliedert wurden, aber auch als Polen und später Italiener, Griechen, Spanier, Kroaten und viele andere zu uns gekommen sind. Es hat mit ihnen natürlich kleinere Schwierigkeiten gegeben, aber die sind lange vergessen.

Anders war es – leider! – mit vielen Muslimen. Sie haben zusammen mit ihrem Glauben ein archaisches, reaktionäres Welt- und Menschenbild mitgebracht, das mit unseren Werten, mit unserer freiheitlichen Demokratie absolut unvereinbar ist. Selbst in der dritten Generation sind viele von ihnen nicht bereit, sich in unser Wertesystem einzufügen.

Aber warum bleiben sie dann hier? Warum kehren sie nicht zurück in das Land des Sultans, den sie so verehren und dem mehr als 60% von ihnen ihre Stimme gegeben haben? Das verstehe ich bis heute nicht.

Ich jedenfalls möchte nicht in einem Land leben, dessen Grundwerte ich verachte.

Also, noch einmal: Horst Seehofer hat völlig recht, und es war höchste Zeit, daß endlich einmal auch ein Unionspolitiker diese ganz einfache Wahrheit ausgesprochen hat.

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