Das „ökologische“ Elektroauto – eine linksgrünes Ammenmärchen

Erinnern Sie sich noch an den „Veggie Day“? Wir sollten von den Grünen mit sanfter Gewalt gezwungen werden, an einem Tag in der Woche kein Fleisch zu essen. Freiwillig hat das dumme Volk das nicht getan (sie haben nicht pariert!), also wollte man sie zu ihrem Glück zwingen. Die Grünen mußten bald zurückrudern.

Jetzt geht es wieder darum, den Menschen – sachlich unbegründet, also aus rein ideologischen Gründen – ein angeblich wunderbares Produkt aufzuzwingen: das Elektroauto.

Es ist ein Auto, das fast keiner will – nicht einmal bei finanziellen Anreizen des Staates. Und vor allem ist es alles andere als ökologisch sinnvoll.

Wie das Fraunhofer-Institut (hier nachzulesen) festgestellt hat, fallen bei der Herstellung von Elektroautos 60% mehr CO2-Emissionen an als beim Bau von Automobilen mit Verbrennungsmotor. Und es werden dabei seltene Erden (Neodym) benötigt, die in China unter ökologisch katastrophalen Bedingungen abgebaut werden. Dabei entstehen sogar radioaktive Abfallprodukte.

Seltene Erden werden übrigens auch in den so wunderbar ökologischen Windkraftanlagen eingesetzt.

Die Karosserie des Elektroautos besteht weitgehend aus Aluminium, dessen Gewinnung aus Bauxit, wie man in der Süddeutschen Zeitung im November 2015 nachlesen konnte, „extrem energieintensiv“ ist:

Zurück bleibt mit Schwermetallen und Natronlauge versetzter Rotschlamm. Ein Großteil der Bauxitreserven befindet sich in tropischen Regenwäldern. Durch den starken Regen werden dort häufig Deponien überschwemmt – was Gewässer und Böden vergiftet. Zudem wird Bauxit über Tage abgebaut. „Deshalb muss oft in großem Maßstab Regenwald abgeholzt werden“, sagt Lukas Rüttinger, der bei der Denkfabrik Adelphi derzeit für das Umweltbundesamt an einer Studie über den Bauxitabbau im brasilianischen Regenwald arbeitet.

Wenn man den heutigen Strommix zugrundelegt, wird also ein Elektroauto seine schmutzige Herstellung erst nach ca. 100.000 gefahrenen Kilometern gutgemacht haben.

Will man aber neben der Ersetzung der herkömmlichen Kohle- und Kernkraftwerke auch noch Millionen von Elektroautos mit Strom aus Windkraftanlagen versorgen, dann müßte man das ganze Land flächendeckend mit Windrädern zubauen. Und selbst dann würde das Stromnetz wohl zusammenbrechen, wenn in einer Großstadt „künftig allabendlich Tausende Elektrofahrzeuge an Ladestationen angeschlossen würden“.

Und noch eins: man bräuchte für alle Autobesitzer wohnungsnahe Aufladestationen. In der F.A.Z. ist das für Frankfurt einmal durchgespielt worden. Das Resümee (hier nachzulesen):

„Es ist in den bestehenden, dichtbebauten Stadtteilen überhaupt nicht möglich, eine entsprechende Infrastruktur zu schaffen“, sagt Frank Junker, Chef der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG. „Es ist weder im Nord- noch im Ost- oder Westend denkbar, eine so große Zahl an Ladestationen und die dazugehörigen Stellplätze anzubieten.“ Man müsste dann den gesamten öffentlichen Raum mit Ladestellen überziehen, „das kann nicht funktionieren“.

Auf Sicht kann die Elektromobilität den Verbrennungsmotor nicht ersetzen – schon gar nicht in den Großstädten.

So sieht es aus. Wer aber das Märchen vom ökologischen Elektroauto glauben will, mag das tun. Das Postfaktische ist ja wieder groß im Kommen.

PS:  Jetzt hat auch Martin Schulz eine Quote für Elektroautos gefordert, und zwei Bundesministerinnen seiner Partei (Hendricks und Zypries) konnten ihm gar nicht schnell genug zustimmen. Die Zwangsbeglückung ist eben eine alte linke Tradition. Aber an der praktischen Vernunft der Menschen werden sie sich (hoffentlich!) die Zähne ausbeißen.

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