Erdogan: der Rüpel aus Ankara

Daß Gabriels Abrechnung mit der antidemokratischen Islamisierung Erdogans Monate, wenn nicht Jahre zu spät kommt, stimmt. Daß sie immer noch viel zu milde ausgefallen ist, stimmt auch.

Und trotzdem ist Gabriels Rede ein großer Schritt nach vorn.

Der Rüpel aus Ankara, der – wie fast alle muslimischen Herrscher – offenbar nicht einmal im Ansatz weiß, was Demokratie ist, beleidigt den demokratischen Westen nun schon seit vielen Monaten, ohne daß er auch nur ein einziges Mal gefühlt hat, daß auf einen groben Klotz ein grober Keil gehört. Wenn die Türken in ihrer Mehrheit einen so primitiven Mann zum Präsidenten machen, dann ist das ihre Sache. Sie sind dann aber auch für alle Folgen ihrer Wahl verantwortlich. Und wenn sie seit Jahren oder gar Jahrzehnten hier unter uns leben und einen Mann wie einen Abgott verehren, der die Demokratie mit Füßen tritt, dann sollten sie sich schon fragen, ob sie im richtigen Land leben.

Warum leben sie denn nicht im Land ihrer Vorfahren, im Land ihres geliebten Erdogan? Warum leben sie immer noch in (wie ihr Held es ausdrückt) „Nazi-Deutschland“?

Wer aber hier bleibt, der hat sich gefälligst an demokratische Mindeststandards zu halten.

Den Rüpel aus Ankara, der offenbar keine besonders gute gute Erziehung genossen hat, braucht hier niemand. Er sollte erst einmal lernen, wie man höflich mit seinen Partnern und Mitmenschen umgeht. Und eines sollte er auch wissen: die Hälfte der Türken hat er gegen sich – und das ist die gebildete Hälfte. Es sind genau die Menschen, auf denen die Zukunft der Türkei beruht.

Erdogan und seine AKP – das ist die Vergangenheit. Sie leben von der absurden Illusion, daß man das (zurecht!) untergegangene osmanische Reich im 21. Jahrhundert wieder zum Leben erwecken könnte. Wer sich daran heute – im Jahr 2017 – berauscht, wird irgendwann wie aus einem bösen Traum erwachen.

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