Der Tatort mit Heike Makatsch

Man kann es leider nicht mehr leugnen: die Tatort-Drehbuchautoren haben eine neue Masche. Sie schreiben nur noch Bücher, in denen sich alle Kommissare von Anfang bis Ende angiften und/oder anschreien. Alle sind schlecht gelaunt, und so bleibt es bis zum Abspann.

Und wer ist am Ende noch schlechter gelaunt als die Kommissare? Der Zuschauer.

Vorreiter dieser unseligen Mode waren die letzten Tatortfolgen aus Ludwigshafen: das augenzwinkernde Verhältnis von Odenthal und Kopper mit seinen amüsanten Reibereien zwischen deutscher Art und italienischer Lebensfreude wurden (ohne jede psychologische Begründung) durch bierernsten Streit ersetzt, jetzt schon über mehrere Folgen hinweg. Das will niemand sehen. Wir streichen jedenfalls immer mehr Tatortkommissare aus unseren Programmplanungen.

Auch Heike Makatsch, das wage ich zu prophezeien, wird keine feste Kommissarin werden. Überhaupt ist es mehr als dumm, unbedingt irgendwelche Filmsternchen für den Tatort zu rekrutieren. Das geht, wie man am Beispiel Til Schweiger sieht, fast immer schief.

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