Dürfen Soldaten töten? Natürlich nicht!

Na, da bin ich schon gespannt auf die empörten Reaktionen von Grünen und Linken (und natürlich gewisser SPD-Kreise unter der Führung ihres Häuptlings Stegner).

Da soll sich die Bundeswehr, die – aus guten Gründen und nach langer Bedenkzeit, also ganz und gar nicht leichtfertig! – an einem Krieg in Afghanistan teilgenommen hat, am Aufspüren von Terroristen beteiligt haben, der dann zu deren Tötung führte.

Ein Aufschrei geht durch Deutschland! Zum Beispiel so:

Deutsche Mithilfe an Todeslisten
Auch der BND soll in gezielte Tötungen verstrickt sein
Deutschland hat an der Zielerfassung mitgewirkt
International hoch umstritten
Tötung von Taliban-Kämpfern
Deutscher Generalmajor hat persönlich „Personenziele“ ausgewählt
Illegale Tötungspraxis der NATO in Afghanistan
Beihilfe zum Mord!
Gnadenlose Jagd auf Talibanführer

Ja, darf man denn in einem Krieg Menschen töten? Um Himmels willen, nein! Doch nicht im Krieg!

Man kann doch die Probleme auch friedlich lösen. Frieden schaffen ohne Waffen – das weiß heute (wieder) jede protestantische Pfarrerin. Das wissen auch die neuerdings arg friedensbewegten Linken (obgleich man gleiches von deren ideologischer Ahnherrin SED nicht sagen kann, da ist es in Sachen Krieg und Frieden eher robust zugegangen).

Man erinnert sich an den armen Oberst Klein, der im September 2009 den Befehl zur Bombardierung zweier von den Taliban gestohlenen Tanklastwagen gegeben hatte. Er ist nur knapp einer Verurteilung wegen Mordes (!) entkommen.

Was sieht man aus solchen Vorkommnissen? Viele Deutsche können sich von ihrer heilen Märchenwelt einfach nicht trennen. Es war ja auch so bequem: man hat hier in Ruhe und Wohlstand gelebt, und die „Drecksarbeit“, die ja leider immer nötig war, hat man getrost Amerikanern, Engländern und Franzosen überlassen. So hätte es wohl weitergehen sollen. Aber so konnte es nicht weitergehen.

PS: Die Linke hat sich, wie erwartet, geäußert: die gezielte Tötung von Verdächtigen, ohne Gerichtsverfahren und Urteil, sei Mord, sagte Jan van Aken. So viel gespielte Naivität müßte mit einem Preis belohnt werden.

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