Islamische Einschüchterungskampagne gegen einen Kabarettisten

Es fängt nie damit an, daß man dem Ungläubigen die Kehle durchschneidet.

Es fängt damit an, daß man ihn einschüchtert, verunglimpft und in die Ecke treibt. Es fängt mit Kampagnen an, wie sie jetzt Erhat Toka gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr angezettelt hat.

Toka, der Gründungsmitglied einer „Muslim Demokratischen Union“ (schon sprachlich ein Monstrum!) ist, will dem Kabarettisten den Mund verbieten, weil der angeblich den Islam verunglimpft hat. Die „Partei“ des Herrn Toka aus Osnabrück ist mehr als dubios (der Tagesspiegel hat vor zwei Jahren über sie berichtet).

Mit solchen Strafanzeigen, wie sie Toka jetzt eingereicht hat, soll das freie Wort, eine der wichtigsten Errungenschaften der Demokratie (kein einziger islamischer Staat hat sie!), beschnitten werden. Dazu braucht es gar kein rechtskräftiges Urteil, denn Toka weiß sehr genau, daß er einen solchen Prozeß niemals gewinnen wird – nein: es geht darum, Kritiker durch Einschüchterung und Drohungen mundtot zu machen.

Dazu paßt, daß Toka gleichzeitig zum „Boykott“ von Nuhrs Veranstaltungen aufgerufen hat. Da werden sich also seine Glaubensgenossen zornig vor den Veranstaltungsräumen versammeln – und unter dem Schutz der Polizei, wie ich vermute, die Drohkulisse gegen das freie Wort weiter verschärfen.

Diesem Treiben muß unbedingt Einhalt geboten werden. Wer Kritik und Satire nicht verträgt, mag nach Saudi-Arabien oder in den Islamischen Staat ziehen – in einer freien Gesellschaft hat er nichts verloren.

PS: Ganz besonders unangenehm berührt mich das Verhalten von „Islamwissenschaftlern“ und „Migrationsforschern“, die sich der Kritik an Nuhr gleich eilfertig angeschlossen haben. Dazu gehört zum Beispiel der emeritierte Historiker Klaus Bade, der in einem Interview schon einmal von einem „mörderisch agitierenden, antiislamistischen Internetpranger“ geredet hat, obwohl ja das Mörderische, wie jeder denkende Bürger mit gesundem Menschenverstand weiß, eher auf der islamischen Seite anzutreffen ist. „Da verwechselt einer den Islam mit dem Islamischen Staat“, das war sein Kommentar zu Nuhr in der Welt. Diese Blauäugigkeit ist, gerade weil es hier um eines der bedeutendsten demokratischen Rechte geht, dem auf freie Meinungsäußerung nämlich, ganz besonders verwerflich.

PS2:  Erhat Toka hat gestern gerade einmal zwanzig Glaubensgenossen für seine Demonstration gegen Nuhr vor der Osnabrücker Stadthalle gewinnen können. Der Islam, sagte er bei dieser Gelegenheit, sei „die friedliebendste Religion überhaupt“. Und wer’s glaubt, bezahlt einen Taler.

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