Schmutziges Geld für Ungarn

Ungarn, das sagte vor ein paar Tagen der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, muß sich keine Sorgen mehr um seine Staatsfinanzen machen.

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Überall in Europa ist nur noch von Krise, Schulden, Kreditwürdigkeit die Rede – nur in Ungarn nicht!

Ist Ungarn eine Insel der Seligen?

Nein, der Grund für Orbans Jauchzer heißt: China. Wen Jiabao, der chinesische Ministerpräsident, hat Ungarn für gemeinsame Investitionen einen Sonderkredit von einer Milliarde Euro zugesagt und will dazu noch ungarische Staatspapiere kaufen.

Ungarn schwimmt also bald in Geld – aber es schmutziges Geld. China plündert nicht nur die Ressourcen des eigenen Landes hemmungslos aus, es ist auch zu einer internationalen Kolonialmacht großen Stils geworden. Es läßt große Teile seiner Bevölkerung zu Hungerlöhnen arbeiten und investiert das so gewonnene Kapital überall auf der Welt auf eine ganz besondere, chinesische Art und Weise. In Afrika und Asien leistet es, besonders in Ländern, die von korrupten Regimen regiert werden, ein bißchen „Entwicklungshilfe“, baut also die eine oder andere Straße und bringt dafür die Bodenschätze des Landes unter seine Kontrolle – und die chinesische Wirtschaft braucht Unmengen von Bodenschätzen! Darüber hinaus nötigt es die Länder, für den chinesischen Bedarf riesige Monokulturen an Öl- und sog. Energiepflanzen anzulegen und macht sie so völlig abhängig.

Die Chinesen sind die eigentlichen Kolonialherren des 21. Jahrhunderts. Wenn sie jetzt in immer größerem Umfang in Europa investieren, dann ist das also auch eine Art Geldwäsche. Es ist im übrigen eine Ironie der Weltgeschichte, daß sich ausgerechnet eine der letzten kommunistischen Parteidiktaturen so „imperialistisch“ verhält, wie es Lenin einst den kapitalistischen Ländern zugeschrieben hat.

Und Ungarn? Wenn man schon chinesisches Geld nimmt, sollte man es lieber dezent und im Verborgenen tun. Ein laut und begeistert in die Welt hinausgerufenes non olet ist schon ein bißchen anrüchig.

Dieser Beitrag wurde unter Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf Schmutziges Geld für Ungarn

  1. Steffen sagt:

    Das Facebook Like Button Plugin waere super. Oder ist mir der Button entgangen?

    • Lupulus sagt:

      Hallo Steffen, also: da muß ich ehrlich gestehen, daß ich mich damit überhaupt nicht auskenne. Jedenfalls habe ich bei WordPress noch nicht entdeckt, wie und wo man in den Blogeinträgen so einen Button plaziert. Kannst Du mir da vielleicht weiterhelfen?

  2. Jacken Bench sagt:

    Um alle meine Lieblings Sites im Auge zu haben habe ich vor ein paar Tagen mal ein RSS Tool auf den Rechner gespielt. Wo finde ich hier den die URL zum Feed ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.