Unter unserem (feministischen) Himmel

Es gibt im Bayerischen Fernsehen immer noch ein paar Sendungen, die man mit Gewinn ansehen kann. Dazu gehören manche der Dokumentationen, die sonntags um 19.15 Uhr unter dem Titel „Unter unserem Himmel“ laufen. Zu einem Film aus dieser Reihe – es geht um die Bewohner des Passeiertals in Südtirol -heißt es im Begleittext des BR:

Rechtzeitig bevor der Herbst mit seinen Wetterumschwüngen hereinbricht, müssen die Passeirer/innen das letzte Heu einbringen.

„Passeirer/innen“! Es ist ja schon schlimm genug, daß ein Sender wie der Bayerische Rundfunk, statt ein Vorbild für gutes Deutsch zu sein, in den hauseigenen Texten das pseudofeministische, gegen alle geltenden Regeln verstoßende Dummdeutsch verwendet, weil er jünger und weiblicher werden will. Aber das ausgerechnet im Text zu einer Sendereihe über Menschen zu machen, die nun wirklich andere Schicksale haben als unsere jungen Wohlstandsfeministinnen, Menschen, die ihren oft schweren Alltag geduldig ertragen und dabei noch fröhlich sein können – das ist einfach ungehörig.

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