Schweinefleisch in Kitas? Pfui, pfui!

Zwei Leipziger Kitas mit den seltsamen Namen „Konfuzius-Kindergarten“ und „Rolando Toro-Kindergarten“ wollen den Kleinen kein Schweinefleisch mehr zumuten, und zwar, so sagen sie, „aus Respekt gegenüber einer sich verändernden Welt“. Nun ändert sich die Welt ja, seit sie besteht, die Begründung ist deshalb sehr dünn. In Wirklichkeit gehören zu den 300 Kindern in den Kitas auch zwei muslimische Mädchen, und deshalb sollen auch die 298 nichtmuslimischen Kinder auf Schweinefleisch verzichten.

Natürlich versucht man jetzt, sich zusätzlich mit rein gesundheitlichen Argumenten herauszureden. Aber ist das soviel anders?

In beiden Fällen soll den Kindern schon von klein auf eingeredet werden, daß es gutes und böses, erlaubtes und verbotenes Essen gibt.

Da ist es völlig egal, ob dahinter religiöse Eiferer oder vegane Gesundheitsapostel stehen. Beide wollen den kleinen Menschlein von Anfang an einreden, daß es auf Höheres ankomme als auf die bloße Nahrungsaufnehme. Und beide haben kein Interesse daran, den Kindern zu zeigen, wie wichtig und wie schön es ist, das Essen zu genießen. Genuß ist nämlich den religiösen und den Gesundheitssekten gleichermaßen ein Graus.

Umsomehr muß man Kindern von Anfang an zeigen, wie viel Spaß das Essen macht – und auch das Zubereiten des Essens.

Als Lektüre empfehle ich in diesem Zusammenhang wieder einmal das bei Knaur erschienene Taschenbuch von Manfred Lütz: Lebenslust – Wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult.

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