Eßt nicht bei Juden! – Wird Chemnitz die neue Stadt der Bewegung?

Erst jetzt kommt ans Tageslicht, daß am 27. August der braune Mob in Chemnitz auch das jüdische Restaurant „Schalom“ überfallen hat (hier nachzulesen):

Die vermummten, in Schwarz gekleideten Täter riefen „Hau ab aus Deutschland, du Judensau“ und bewarfen das Lokal mit Steinen, Flaschen und einem abgesägten Stahlrohr. Der Eigentümer Uwe Dziuballa wurde während des Angriffs von einem Stein an der rechten Schulter verletzt, eine Fensterscheibe ging zu Bruch, die Fassade wurde beschädigt.

Warum wird das erst heute bekannt? Wird es der Verfassungsschutzchef Maaßen jetzt nach „vorsichtiger Bewertung“ für möglich halten, daß hier verkleidete Linksextremisten am Werke waren, um die Tat dem rechten Mob in die Schuhe zu schieben (den es freilich nach Aussage des sächsischen Ministerpräsidenten gar nicht gegeben hat)? Wie lange soll der ungeheuerliche Schulterschluß der scheinheiligen AfD mit Nazis, Gewalttätern und Demokratiefeinden jeder Couleur verharmlost oder – wie im Fall „Schalom“ – tagelang verschwiegen werden? Und warum lehnen es Seehofer, Maaßen und die sächsischen Behörden auch nach den Ereignissen von Chemnitz strikt ab, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen, obwohl deren Verbrüderung mit der gewaltbereiten rechten Szene vor aller Augen stattgefunden hat?

Wie soll man denn die Verfassungsfeindlichkeit der AfD prüfen können, wenn man sie nicht beobachtet?

Das alles sind Fragen, auf die ich eine Antwort haben möchte.

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