Hilfe, ich bin ein Cisgender!

Man glaubt es kaum: da weile ich schon 68 Jahre auf Erden, aber erst jetzt erfahre ich, gerade noch rechtzeitig, daß ich ein Cisgender bin.

Ja, und ich oute mich jetzt in aller Öffentlichkeit und bitte meine Leser schon einmal vorbeugend um Verzeihung.

ES IST WAHR: ICH BIN EIN CISGENDER.

Viele werden schockiert sein, und mancher wird mein Tagebuch jetzt gar nicht mehr lesen wollen. Aber es hilft nichts: ich muß meinen Lesern erklären, was ich selbst erst heute über mich erfahren habe.

Die Wikipedia definiert es in Anlehnung an den Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch mustergültig:

Cisgender … bezeichnet Personen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt.

Mancher wird sich jetzt ratlos fragen: Das gibt es? Daß man als (kleiner) Mann geboren wird und tatsächlich sein ganzes Leben lang ein Mann bleibt? Wie langweilig ist das denn! Und dann womöglich sein Geschäft immer auf der Herren- statt auf der gendermäßig korrekten Unisextoilette verrichten!

Apropos Toilette: auch auf diesem Feld kämpft der Feminismus für mehr Gerechtigkeit bei der „Miktion“ (so nennt die Wikipedia das Wasserlassen – Miktion klingt natürlich viel gelehrter):

Frauen werden nicht nur dadurch benachteiligt, dass für sie keine Urinale vorgesehen und somit die Möglichkeiten zur Miktion eingeschränkt sind. Auch indirekt wird über die „Toiletten-Apartheid“ ein Zwei-Klassen System erzeugt, indem Frauen von wichtigen Networking-Prozessen auf Männertoiletten ausgeschlossen werden. So fand die Feministin und Professorin für Rechtswissenschaften and der University of Chicago, Mary Anne Case, heraus, dass wichtige Absprachen und Entscheidungen am Urinal getroffen werden, wo Frauen bisher ausgeschlossen sind. Entsprechend wird von ihr argumentiert, dass:

Equality will never be achieved while sex-segregated restrooms persist!
Die Gleichheit wird niemals erreicht werden, solange die geschlechtsseparierten Toiletten bestehen bleiben!

Bitte beachten, lieber Leser: dieser Absatz ist seitens der Wikipedia nicht etwa satirisch, sondern völlig ernst gemeint, bierernst.

Bierernst ist vielleicht in diesem Zusammenhang das richtige Wort, denn man fragt sich schon, wieviele Pils (oder andere berauschende Getränke) eine leibhaftige „Professorin der Rechtswissenschaft“ intus haben muß, um solche Erkenntnisse abzusondern.

Oder ist es doch Satire?

PS:  Der Wikipedia-Artikel „Unisex-Toilette“ verbreitet unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit (Zitate, Fußnoten usw.) eine bizarre spätfeministische Ideologie, die dann auch noch infamerweise durch die Denunzierung von Andersdenkenden (sie werden samt und sonders der „Alt-Right-Szene“, dem „Paläokonservatismus“, den „Christlich-Konservativen“ und der AfD zugeordnet) unangreifbar gemacht werden soll. Was eine kleine feministische Gruppe der großen Mehrheit an Ideologie aufzwingen möchte , erscheint hier als gesicherter Wissensstand. Wenn sich solche Artikel häufen, wird die Wikipedia ihre Seriosität vollends verlieren.

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