„Operation Olivenzweig“ – Erdogans sprachliche Unverfrorenheit

Es ist schlimm genug, daß Erdogan unter Bruch des Völkerrechts (und mit dem Beifall seiner Religionsbehörde ausgestattet) sein Nachbarland überfällt.

Was aber bisher in der Öffentlichkeit kaum beanstandet wurde, ist der dreiste Name dieses militärischen Abenteuers: „Operation Olivenzweig“. Zynischer kann man den Überfall auf ein Nachbarland nicht bezeichnen. In der Antike nämlich wurden nicht nur die Sieger der Olympischen Spiele mit einem Olivenzweig bekränzt, der heilige Baum der Athene war immer – auch im damals entstehenden Christentum – ein Symbol des Friedens.

Ob der Namensgebung durch Erdogan historische Unbedarftheit, Zynismus oder eine seiner Provokationen gegen den „Christenklub“ zugrundeliegt, tut nichts dazu. Eine Frechheit ist sie auf jeden Fall.

Nur als Beleg für die Stellung der türkischen Religionsbehörde Diyanet (hier nachzulesen):

Das türkische Religionsamt Diyanet, zu dem auch der Islamverband DITIB in Deutschland gehört, wies alle Moscheen an, vor den Gebeten die sogenannte Eroberungssure zu verlesen. Diese handelt von Krieg, Eroberung und Beute bei »Ungläubigen«.

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