Syrien oder: Ein Land wird geschlachtet

So wie Raubtiere über ein Lamm herfallen, so haben sich die Schurken der ganzen Welt entschlossen, Syrien zu zerfleischen. Sie machen es dem Erdboden gleich.

Da will keiner zurückstehen, da toben sich alle aus.

Allen voran Assad selbst, dessen Vater schon jeden Oppositionellen in seine Folterkeller geschickt hat (der Sohn hat das von der Pike auf gelernt!). Dann Putin: von Obama als Präsident einer „Regionalmacht“ erniedrigt, will er überall zeigen, daß er doch ein global player ist, und er tut es mit derselben Grausamkeit, mit derselben menschenverachtenden Brutalität, die er schon im Kaukasus, in Tschetschenien gezeigt hat. Auch der Iran kämpft wieder einmal mit (durch Berater und Bodentruppen), und jetzt mischt sich auch noch Erdogan ein und bombardiert ausgerechnet die einzigen, die wirklich und effektiv gegen den IS kämpfen: die Kurden.

Ihnen allen geht das Schicksal des syrischen Volkes, mit Verlaub, am A**** vorbei.

Es ist wie immer und  überall in der islamischen Welt: wenn irgendwo ein Machtvakuum entsteht (Libyen, Ägypten, Jemen, Syrien, Irak), dann wird es nicht, wie man eigentlich gehofft hatte, von demokratischen, liberalen Kräften gefüllt, sondern von Banditen, Mörderbanden, Terroristen – und schließlich von den Schurken aller Länder, die dem Land dann endgültig den Garaus machen. Während des „arabischen Frühlings“ hatte man noch von einer neuen, westlich und demokratisch eingestellten arabischen Generation geträumt. Dieser Traum war schnell ausgeträumt.

Das 7. Jahrhundert, so scheint es, siegt in den arabischen Ländern immer noch (und wahrscheinlich noch auf lange Zeit) über das 21. Jahrhundert.

Und die Friedfertigen unter den Muslimen schweigen und tun nichts, während die primitive, mörderische und kultur- und hemmungslose Fraktion ihres Glaubens überall die Macht an sich reißt.

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