Orbans „Antifaschistischer Grenzwall“

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban will seinen antifaschistischen Grenzwall – ach nein, so heißt er ja nicht, pardon, jedenfalls will er den „Zaun“ an seiner Südgrenze, wie er sagt, jetzt „unüberwindbar“ machen. Nun weiß man ja, was im Laufe der letzten zehntausend Jahre aus all diesen „unüberwindbaren“ Mauern geworden ist (bitte einmal im Geschichtsbuch nachschlagen, Herr Orban!), aber so eine geschichtliche Reminiszenz ficht den feinen Herrn Orban natürlich nicht an. Die Mauern der Welt sind den Weg allen Gemäuers gegangen, aber einer wie Orban hält seine Mauer natürlich für unüberwindlich:

Die technischen Pläne sind in Arbeit, zum gegenwärtigen Zaun wird eine ernsthaftere technische Anlage kommen. Diese wird gegebenenfalls auch mehrere Hunderttausende Menschen auf einmal aufhalten können.

„Mehrere Hunderttausende“! Ey boah!

Lieber Herr Orban, da empfehle ich dringend, auf den ingenieursmäßigen Sachverstand deutscher Mauerbauer zurückzugreifen. Bestimmt leben noch einige, die an der Planung des antifaschistischen Schutzwalls beteiligt waren. Sie könnten wertvolle Tipps erhalten, eventuell auch zum Einsatz von Schäferhunden – und zum Schießbefehl, wenn sich die frechen Flüchtlinge partout nicht abschrecken lassen.

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