Tschäck! Tschäck! Tschäck! – Es wird nur noch gecheckt im Fernsehen

Es macht nun wirklich keinen Spaß, sich immer wieder über ein und dieselbe sprachliche Unsitte aufzuregen, aber was hilft’s? Man muß es tun, denn gerade bei der ARD und ihren Dritten Programmen geht es immer weiter damit.

Es wird gecheckt (getschäckt!), bis der Arzt kommt.

Mit Plasbergs „Faktencheck“ hat es vor Jahren angefangen, und der WDR ist immer noch die Hochburg des Tschäckens – vor allem dank der ubiquitären Yvonne Willicks, die (weiß der Himmel warum!) inzwischen die Lufthoheit über alle WDR-Ratgebersendungen hat. Da wird buchstäblich alles getschäckt: Essen und Trinken, Firmen, Dienstleistungen, Marken, ach! des Tschäckens ist kein Ende.

Auch heute tschäckt die ARD wieder stundenlang – und zwar von 20.15 bis 22.30 Uhr. Erst kommt der Reise-Check, und dann (man beachte die feinsinnige Schreibung!) der große ARDcheck, an dem sogar die Internet-User mittschäcken dürfen.

Sie können aber auch um 20.15 Uhr das WDR-Fernsehen einschalten: da kommt der große Haushalts-Check mit Yvonne Willicks, der Mutter alles Tschäckens.  

Liebe ARD-Intendanten! Das Wort „Check“ ist schon lange ein Unwort – wann tschäckt ihr das endlich?

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