Wählen, bis der Arzt kommt – eine wunderbare Idee der SPD

Ich habe meinen Lesern versprochen, an den Feiertagen nur über gute Nachrichten zu berichten. Gestern habe ich – trotz langen Suchens! – keine gefunden, aber heute hat es geklappt. Dank Yasmin Fahimi.

Die Generalsekretärin der SPD ärgert sich mächtig über die niedrige Wahlbeteiligung in unserem Land. Nun hätte sie, um dieses Ärgernis aus der Welt zu schaffen, auf allerlei gute Ideen kommen können. Die SPD könnte, um nur ein Beispiel zu nennen, auf die wirklichen Sorgen der Menschen eingehen und zusammen mit der CDU endlich ein Einwanderungsgesetz verabschieden, das diesen Namen verdient (ein Gesetz übrigens, wie es alle normalen Einwanderungsländer auf der Welt schon haben). Aber dann müßte sie sich ja von einem unanrührbaren Bestandteil ihrer Ideologie verabschieden – und das geht gar nicht.

Also hat Frau Fahimi noch einmal gründlich nachgedacht – und ist fündig geworden (hier nachzulesen). Weil sie den Menschen und seine Trägheit kennt, will sie „statt eines einzigen Wahltags ganze Wahlwochen wie in Schweden anpeilen“. Es sollte auch nicht mehr nur im normalen Wahllokal gewählt werden, sondern auch auf Bahnhöfen (wer auf den verspäteten Zug wartet und sich langweilt, geht dann schnell mal wählen!) und in Bibliotheken.

Eine wunderbare (und ausbaufähige!) Idee. So könnte man etwa das Schließen der Wahllokale direkt vom Erreichen der Stimmenzahl abhängig machen. Dann würden zum Beispiel die Wahllokale in Thüringen 2019 erst geschlossen, wenn die SPD (nach der Liebesheirat mit Ramelow) die 10-Prozent-Marke überschritten hat. In Städten mit besonders niedriger Wahlbeteiligung sollte man erwägen, ob nicht auch im (stärker frequentierten) Rotlichtviertel gewählt werden kann. Oder in der ALDI-Filiale.

Da tun sich so viele Möglichkeiten auf, daß man Yasmin Fahimi nur von Herzen dankbar sein kann.

Das ist doch einmal eine wirklich gute Nachricht am zweiten Weihnachtsfeiertag.

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