Der Sultan Erdogan und „die, die von außen kommen“

Seine Aussagen werden immer rätselhafter: erst redet er über die „widernatürliche“ Gleichberechtigung von Mann und Frau – und jetzt das (hier nachzulesen):

Die, die von außen kommen, mögen Öl, Gold, Diamanten, billige Arbeitskräfte sowie Gewalt und Streit. Sie scheinen vordergründig unsere Freunde zu sein, aber freuen sich über unseren Tod und über den Tod unserer Kinder.

Erdogan sagte diese rätselhaften Worte auf der Konferenz der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul.

Das Orakel von Delphi hätte nicht dunkler raunen können.

Wer sind „die, die von außen kommen“? Aliens? Kreuzzügler? Der Christenklub? Oder einfach alles, was nicht islamisch ist? Niemand weiß es.

Wer kann schon in den Kopf eines Sultans blicken?

Auf jeden Fall sind es Fieslinge: vordergründig geben sie sich als Freunde aus, aber insgeheim freuen sie sich „über unseren Tod und den Tod unserer Kinder“. Aber wessen Tod eigentlich? Und welche Kinder?

Ein literaturwissenschaftliches Hauptseminar könnte ein ganzes Semester lang über Erdogans Sätze diskutieren – und würde sie wahrscheinlich doch nicht in ihrer ganzen Tiefe erfassen können.

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