Die durchsichtige „diplomatische Offensive“ des Genossen Putin

Putin will auf einmal mit den USA sprechen – und warum? Natürlich weiß er, daß ihn nur noch die übelsten Schurkenstaaten unterstützen. Jetzt will er Obama über den Tisch ziehen.

Die erste Unverfrorenheit ist, daß er und Obama jetzt über die Ukraine sprechen und entscheiden sollen. Ach, lieber Wladimir Wladimirowitsch: die Ukraine ist, auch wenn du ein Stück von ihr gestohlen hast wie ein Straßenräuber, immer noch ein unabhängiges Land. Nicht Obama darf über sie entscheiden – und du erst recht nicht!

Und dann verlangst du, daß die Ukraine für alle Zeit darauf verzichten soll, der NATO beizutreten. Da kann ich nur sagen: träume weiter, Wladimir Wladimirowitsch!

Nichts im Leben ist für alle Zeit. Du kannst erst einmal verhindern, daß Rußland ein demokratisches Land wird, aber auch du bist sterblich. Die Sehnsucht nach Freiheit wirst du auf Dauer nicht ersticken können. Heute schiebst du den Rentnern auf der Krim ein paar Rubel zu, damit sie weiter „Rossija! Rossija!“ schreien, aber irgendwann werden auch sie dich satthaben, und dann rufen sie vielleicht so laut „Freiheit! Freiheit!“, daß es dir in den Ohren dröhnt.

Das wird nicht heute geschehen und nicht morgen, und wahrscheinlich auch nicht übermorgen.

Aber es wird geschehen.

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