{"id":9153,"date":"2013-08-25T00:45:57","date_gmt":"2013-08-24T22:45:57","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=9153"},"modified":"2014-08-30T13:05:22","modified_gmt":"2014-08-30T11:05:22","slug":"die-volle-droehnung-beim-museumsuferfest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=9153","title":{"rendered":"Die volle Dr\u00f6hnung beim Museumsuferfest"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich und in erster Linie, das sollte man den Veranstaltern einmal sagen, ist das Museumsuferfest in Frankfurt doch ein &#8211; <strong>Museumsuferfest<\/strong>.<\/p>\n<p>Sollten da nicht, denkt man, die <strong>Museen<\/strong> im Mittelpunkt stehen?<\/p>\n<p>Mit dem Museumsufer hat Frankfurt ein in Deutschland einzigartiges Ensemble von Museen, das in seiner Bedeutung weit \u00fcber Deutschland hinausreicht: man denke nur an das St\u00e4del, das Liebighaus und das Museum der Weltkulturen, alle in pr\u00e4chtigen alten Villen und aufgereiht wie an einer Perlenschnur. Daneben und dazwischen finden sich kleine, aber feine Museen, in denen man immer Entdeckungen machen kann, das Museum Giersch etwa, das Filmmuseum, oder das Ikonenmuseum.<\/p>\n<p>Leider wird dieses Fest immer mehr \u00fcberlagert von unz\u00e4hligen Verkaufsst\u00e4nden, die mit der urspr\u00fcnglichen Intention gar nichts mehr zu tun haben. Mammon statt Museen?<\/p>\n<p>Am meisten \u00e4rgern wir uns aber &#8211; und das seit Jahren &#8211; \u00fcber die unertr\u00e4gliche Musik auf den B\u00fchnen. Vor allem auf der Sachsenh\u00e4user Seite ist sie so laut, da\u00df es einen k\u00f6rperlich schmerzt. Da werden die Verst\u00e4rker und Lautsprecher bis zum Anschlag aufgedreht. Wer am Mainufer das sch\u00f6ne Ambiente genie\u00dfen oder etwas essen will, hat keine Chance, denn sobald man der akustischen Folter der einen B\u00fchne entkommen ist, wird man zum Opfer der n\u00e4chsten. Man kann nat\u00fcrlich auf die andere Mainseite fl\u00fcchten, aber da die Boxen genau in diese Richtung dr\u00f6hnen, wird man auch dort zwangsbeschallt.<\/p>\n<p>Was hat das alles mit Museen zu tun?<\/p>\n<p>Im Grunde sind es heute zwei Feste in einem: eine Art Rockfestival mit einer \u00dcbermacht an lateinamerikanischer Musik, dr\u00f6hnend laut, aggressiv und grell &#8211; und dann das eigentliche Museumsfest f\u00fcr ein Publikum, dessen Freude an den wundersch\u00f6nen Museen so verg\u00e4llt wird.<\/p>\n<p>Man sollte die beiden Feste besser nicht am selben Ort und zur selben Zeit feiern.<\/p>\n<p>Wir haben gestern immerhin noch mit viel M\u00fche oberhalb des S\u00fcdufers ein schattiges Pl\u00e4tzchen zum Essen und Trinken gefunden, unter Platanen und ganze ohne Dr\u00f6hnung, weil wir von zwei der B\u00fchnen gleichweit entfernt waren. Das aber ist ein Gl\u00fcck, das nur wenigen beschieden ist.<\/p>\n<p>Die Verkaufsst\u00e4nde k\u00f6nnen ruhig bleiben, manche von ihnen hatten sogar ein originelles und interessantes Angebot. Aber ihre Zahl sollte man unbedingt reduzieren &#8211; es ist einfach von allem zuviel.<\/p>\n<p>Auch bei den Imbi\u00dfst\u00e4nden w\u00e4re es besser, nicht immer das \u00fcbliche und \u00f6de Einerlei &#8211; von Langos bis Poffertjes &#8211; vorzufinden. Es ist nur noch langweilig, wenn immer und \u00fcberall alles gleich ist. Fr\u00fchlings- und Sommerfeste, Kerb und Weihnachtsmarkt sind ja inzwischen immer weniger zu unterscheiden, \u00fcberall die gleichen St\u00e4nde, die gleichen Waren &#8211; sogar Zuckerwatte und Lebkuchenherzen mitten im Sommer sind keine Seltenheit mehr.<\/p>\n<p>Das Museumsuferfest ist leider buchst\u00e4blich <em>ausgeufert<\/em>, und man sollte es, statt stolz von den &#8222;drei Millionen Besuchern&#8220; zu schw\u00e4rmen, schleunigst verkleinern.<\/p>\n<p>Weniger kann mehr sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich und in erster Linie, das sollte man den Veranstaltern einmal sagen, ist das Museumsuferfest in Frankfurt doch ein &#8211; Museumsuferfest. Sollten da nicht, denkt man, die Museen im Mittelpunkt stehen? 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