{"id":8834,"date":"2013-06-21T13:19:34","date_gmt":"2013-06-21T11:19:34","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=8834"},"modified":"2013-06-21T17:59:05","modified_gmt":"2013-06-21T15:59:05","slug":"die-turkei-droht-europa-ihr-grosenwahn-nimmt-immer-groteskere-formen-an","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=8834","title":{"rendered":"Die T\u00fcrkei droht Europa &#8211; ihr Gr\u00f6\u00dfenwahn nimmt immer groteskere Formen an"},"content":{"rendered":"<p>Die T\u00fcrkei &#8211; diesmal in Gestalt ihres EU-Ministers Egemen Bagis (43), der durch seine uns\u00e4glichen und mehr als arroganten Einlassungen inzwischen zu einiger Ber\u00fchmtheit gekommen ist \u00a0&#8211; droht also wieder einmal dem &#8222;Christenklub&#8220; (so nennt Erdogan bekanntlich die EU). Das Entsetzen in ganz Europa \u00fcber die brutale Niederschlagung der demokratischen Protestbewegung in der T\u00fcrkei ist f\u00fcr ihn nur ein &#8222;Wahlkampfspielchen&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>Wenn Frau Merkel nach innenpolitischen Themen f\u00fcr ihren Wahlkampf sucht, dann sollte das nicht die T\u00fcrkei sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nach einem Bericht von <em>Spiegel Online<\/em> soll er noch hinzugef\u00fcgt haben:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn Frau Merkel sich die Angelegenheit anschauen wird, wird sie sehen, dass diejenigen, die sich in die Angelegenheiten der T\u00fcrkei einmischen, kein vielverhei\u00dfendes Ende nehmen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese gro\u00dfm\u00e4ulige Art ist nicht nur f\u00fcr Bagis typisch, sondern f\u00fcr das ganze heutige Regime der T\u00fcrkei. Es ist deshalb nur recht und billig, da\u00df der deutsche Au\u00dfenminister den t\u00fcrkischen Botschafter ins Ausw\u00e4rtige Amt einbestellt hat, um gegen die &#8211; gelinde gesagt &#8211; undiplomatische Redeweise seiner Regierung zu protestieren. Die kindische Antwort aus Ankara, nun ihrerseits den deutschen Botschafter einzubestellen, zeigt nur, wie wenig selbstbewu\u00dft die t\u00fcrkische Regierung ist.<\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei geh\u00f6rt weder geographisch noch von ihrem politischen System her (und schon gar nicht mit ihren heute herrschenden Politikern!) in die Europ\u00e4ische Union. Es war schon eine katastrophale Fehlentscheidung, L\u00e4nder wie Bulgarien und Rum\u00e4nien aufzunehmen. Dann auch noch die T\u00fcrkei, so wie sie heute ist, zu akzeptieren, w\u00e4re das Ende der EU als einer handlungsf\u00e4higen Union, denn dann g\u00e4be es nicht einmal mehr ein Minimum an gemeinsamen Werten.<\/p>\n<p>Diese Werte teilen wir mit den liberalen B\u00fcrgern der t\u00fcrkischen Gro\u00dfst\u00e4dte, aber nicht mit dem dortigen politischen System und seinen Vertretern, denen es nur um die Islamisierung des t\u00fcrkischen Alltags und langfristig um die Islamisierung ganz Europas geht. Erdogans sch\u00e4ndlicher Satz, da\u00df Assimilation ein Verbrechen sei, war seine endg\u00fcltige Absage an das liberale, demokratische Europa. Es ist Erdogans T\u00fcrkei, die Europa und seinen Werten den R\u00fccken gekehrt hat &#8211; auch wenn der Ministerpr\u00e4sident und seine Hofschranzen die Sache demagogisch ins Gegenteil verkehren m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Es kommt letztlich nicht darauf an, wer und warum in welchem B\u00fcndnis ist &#8211; es kommt darauf an, da\u00df die Ideen der Demokratie, der Freiheit und des Rechtsstaats \u00fcberall vorangebracht werden. Die T\u00fcrkei mag, wenn man sie mit Saudi-Arabien oder Pakistan vergleicht, als halbwegs demokratisch gelten, aber das reicht nun wirklich nicht, um sie zu einem Mitglied der EU zu machen. Ganz abgesehen davon, da\u00df sie &#8211; ich sage es noch einmal &#8211; geographisch fast in G\u00e4nze zu Asien und nicht zu Europa geh\u00f6rt. Auch historisch war das Osmanische Reich nicht ein <em>Teil<\/em> von Europa, sondern eine jahrhundertelange <em>Bedrohung<\/em> unseres Kontinents. Die V\u00f6lker des Balkans bis hinab nach Griechenland k\u00f6nnen ein Lied davon singen. Sie leiden bis auf den heutigen Tag unter den Folgen der osmanischen Gewaltherrschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die T\u00fcrkei &#8211; diesmal in Gestalt ihres EU-Ministers Egemen Bagis (43), der durch seine uns\u00e4glichen und mehr als arroganten Einlassungen inzwischen zu einiger Ber\u00fchmtheit gekommen ist \u00a0&#8211; droht also wieder einmal dem &#8222;Christenklub&#8220; (so nennt Erdogan bekanntlich die EU). 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