{"id":8764,"date":"2013-06-08T07:11:01","date_gmt":"2013-06-08T05:11:01","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=8764"},"modified":"2013-06-08T07:14:24","modified_gmt":"2013-06-08T05:14:24","slug":"das-urteil-des-bundesverfassungsgerichts-ist-ein-angriff-auf-unsere-verfassung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=8764","title":{"rendered":"Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ein Angriff auf unsere Verfassung"},"content":{"rendered":"<p>Die Verb\u00e4nde der Schwulen, Lesben, Transsexuellen (und was sich sonst noch alles unter dem Regenbogen tummelt) betreiben eine solide, ja geradezu perfekte Marketingpolitik, nein: Lobbyarbeit ist w\u00e4re vielleicht der bessere Ausdruck. Sie suggerieren der nichtschwulen Bev\u00f6lkerung in einem fort zweierlei: <em>erstens<\/em>, da\u00df sie in Deutschland diskriminiert werden, und <em>zweitens<\/em>, da\u00df sie genauso normal sind wie die Normalen, da\u00df sie also Ehen f\u00fchren, die so wie alle richtigen Ehen sind, und da\u00df sie Familien gr\u00fcnden wollen, die wie alle Familien sind.<\/p>\n<p>Beides ist falsch, beides sind Behauptungen einer Lobby, der jetzt auch der Zweite Senat des Bundesverfassunggerichts auf den Leim gegangen ist. Das h\u00f6chste Gericht unseres Landes beruft sich &#8211; ausdr\u00fccklich oder unausgesprochen &#8211; auf ver\u00e4nderte Einstellungen in der Gesellschaft, denen es, so meint es offenbar, in seiner Rechtsprechung entgegenkommen mu\u00df. Kann es f\u00fcr die Lobbyarbeit der &#8222;Schwulen und Lesben&#8220; ein besseres Zeugnis geben?<\/p>\n<p>In Wirklichkeit, und das wissen die Lobbyisten selbst am besten, schl\u00e4gt Homosexuellen in unseren Land so wenig Diskriminierung entgegen wie kaum irgendwo sonst. Aber sich \u00fcber diese l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Entwicklung zu freuen, das kommt jedenfalls ihren Sprechern und Lobbyisten nicht in den Sinn. Sie wollen den <em>ganzen<\/em> Kuchen &#8211; und schie\u00dfen dabei weit \u00fcbers Ziel hinaus.<\/p>\n<p>Sie haben, wenn sie sich als Lebenspartner eintragen lassen, schon heute fast alle Rechte, die auch normale Eheleute haben. Aber das gen\u00fcgt ihnen nicht, sie bestehen darauf, da\u00df ihre Beziehungen ganz offiziell als &#8222;Ehen&#8220; und (nach der Adoption eines Kindes) als &#8222;Familien&#8220; gef\u00fchrt werden. Eine Minderheit will also der \u00fcbergro\u00dfen Mehrheit unseres Landes ihren Willen aufzwingen und jeden, der widerspricht, das Etikett des Unverbesserlichen, R\u00fcckst\u00e4ndigen, Reaktion\u00e4ren aufkleben. Sie stecken mich, wenn ich nicht ihrer Meinung bin, sofort in eine Ecke mit Kardinal Meisner und dem ultrakonservativen Milieu der CSU.<\/p>\n<p>Das aber, liebe Lobbyisten, verbitte ich mir. Ich war schon immer f\u00fcr die Aufhebung des Paragraphen 175 (und zwar schon zu einer Zeit, als die meisten von euch noch gar nicht auf der Welt waren), und ich war und bin ein erbitterter Gegner jeder Diskriminierung von Minderheiten. Aber heute vollzieht sich etwas ganz anderes: es ist (\u00e4hnlich wie bei vielen der in Deutschland lebenden Muslime!) die <strong>Diskrimierung der Mehrheit durch eine Minderheit<\/strong>. Die Mehrheit wird &#8211; v\u00f6llig unbegr\u00fcndet und auch unbegr\u00fcndbar! &#8211; zu einem schlechten Gewissen gen\u00f6tigt, das sie nun wirklich nicht haben mu\u00df. Die Natur, der liebe Gott, die Evolution &#8211; oder wer auch immer da seine Hand im Spiel gehabt haben mag! &#8211; hat nun einmal als Normalzustand das Zusammenleben einer Frau mit einem Mann festgelegt. Dabei m\u00fcssen wir uns jetzt \u00fcber den Begriff &#8222;normal&#8220; nicht streiten (ich wei\u00df, da\u00df fortschrittliche Menschen gern und oft und schon aus Prinzip Ansto\u00df an dem Wort &#8222;normal&#8220; nehmen). Definieren wir deshalb normal doch einfach als die sexuelle Orientierung von \u00fcber 90% der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Ich diskriminiere niemanden nur deshalb, weil ich zuf\u00e4llig dieser Mehrheit angeh\u00f6re. Aber ich m\u00f6chte &#8211; und darauf bestehe ich &#8211; auch nicht diskriminiert und als &#8222;schwulenfeindlich&#8220; beschimpft werden, <em>weil<\/em> ich der Mehrheit angeh\u00f6re. Ich habe, liebe \u00a0Lobbyisten, nicht den geringsten Grund, mich daf\u00fcr zu entschuldigen, da\u00df ich als Mann (oder, wie ihr sagen w\u00fcrdet, als Hetero) eine Frau geheiratet, eine Familie gegr\u00fcndet und so f\u00fcr den Fortbestand der Menschheit gesorgt habe. Im Gegenteil &#8211; ich bin sogar noch stolz darauf. Weil ich das alles getan habe, haben die V\u00e4ter des Grundgesetzes <em>meine<\/em> Lebensform &#8222;unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung&#8220; (\u00a76 GG) gestellt. Und das war gut so.<\/p>\n<p>Eine Mehrheitsmeinung des Bundesverfassungsgerichts &#8211; zwei der Richter haben ein Sondervotum abgegeben &#8211; folgt dieser Ansicht nicht. Sie ist damit f\u00fcr die Folgen ihrer Rechtsprechung verantwortlich.<\/p>\n<p>Auf das blo\u00df Juristische wird sie sich dabei nicht herausreden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>PS: Wer nicht nur an platter Lesben- und Schwulen-Propaganda, sondern auch an den dramatischen gesellschaftlichen und rechtlichen Folgen dieses Urteils interessiert ist, sollte unbedingt den klugen Kommentar von Reinhard M\u00fcller in der gestrigen F.A.Z. lesen (<a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html\">hier<\/a> einzusehen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verb\u00e4nde der Schwulen, Lesben, Transsexuellen (und was sich sonst noch alles unter dem Regenbogen tummelt) betreiben eine solide, ja geradezu perfekte Marketingpolitik, nein: Lobbyarbeit ist w\u00e4re vielleicht der bessere Ausdruck. 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