{"id":7641,"date":"2012-12-22T00:21:54","date_gmt":"2012-12-21T23:21:54","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7641"},"modified":"2012-12-22T00:21:54","modified_gmt":"2012-12-21T23:21:54","slug":"merkels-madchen-und-das-liebe-gott","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7641","title":{"rendered":"Merkels M\u00e4dchen und &#8222;das liebe Gott&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Kabinette im Bund und in den L\u00e4ndern schm\u00fccken sich mit jungen Frauen. Das mag f\u00fcr die jeweilige Regierung hin und wieder ein optischer, aber es mu\u00df nicht unbedingt auch ein intellektueller und politischer Gewinn sein.<\/p>\n<p>Nehmen wir einmal Kristina Schr\u00f6der, 35, unsere Bundesfamilienministerin. Womit hat sie sich in diesem Jahr hervorgetan?<\/p>\n<p>Erst einmal hat sie zusammen mit einer &#8222;Ministeriumsmitarbeiterin&#8220; ein Buch geschrieben. Ja, ein richtiges Buch! Es hei\u00dft <em>Danke, emanzipiert sind wir selber<\/em> und ist &#8211; na, sagen wir: auf wenig Begeisterung gesto\u00dfen. Dann hat sie der Welt erz\u00e4hlt, da\u00df sie ihrem Kind gern vorliest &#8211; aber immer politisch korrekt (<a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/literatur\/kristina-schroeder-liest-nicht-negerkoenig-vor-bei-pippi-langstrumpf-a-873563.html\">hier<\/a> nachzulesen). Deshalb wird aus dem &#8222;Negerk\u00f6nig&#8220; in Astrid Lindgrens <em>Pippi Langstrumpf<\/em> ein &#8222;S\u00fcdseek\u00f6nig&#8220;, und auch das &#8222;Negerbaby&#8220; Jim Knopf geht nat\u00fcrlich gar nicht &#8211; es ist f\u00fcr Schr\u00f6der &#8222;ein kleines Baby mit schwarzer Hautfarbe&#8220;.<\/p>\n<p>Damit will sie ihr Kind<\/p>\n<blockquote><p>davor bewahren, solche Ausdr\u00fccke zu \u00fcbernehmen. Auch ohne b\u00f6se Absicht k\u00f6nnen Worte ja Schaden anrichten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und Grimms M\u00e4rchen? Noch viel, viel schlimmer!<\/p>\n<blockquote><p>Da gibt es selten eine positive Frauenfigur.<\/p><\/blockquote>\n<p>Obendrein sind die M\u00e4rchen oft auch noch &#8222;sexistisch&#8220; sind.<\/p>\n<p>Und dann kommt Gott ins Spiel &#8211; oft ein heikles und schwieriges Thema, aber nicht f\u00fcr unsere Familienministerin. Mit einer theologischen K\u00fchnheit, die ihr nun wirklich niemand zugetraut h\u00e4tte, und tief frauenbewegt (<em>emanzipiert ist sie selber!<\/em>) sagt sie: statt &#8222;der liebe Gott&#8220; k\u00f6nne man genauso gut &#8222;das liebe Gott&#8220; sagen. Ey, boah! Damit geht sie sogar weit \u00fcber die <em>Bibel in gerechter Sprache<\/em> hinaus, die Gott lustig abwechselnd einmal m\u00e4nnlich, einmal weiblich sein l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>Ein Vatikanberater spricht &#8222;von einem erschreckenden religi\u00f6sen Analphabetismus&#8220;, was freilich noch sehr milde ausgedr\u00fcckt ist.<\/p>\n<p>\u00c4u\u00dferungen, wie sie immer wieder von Frau Dr. Schr\u00f6der kommen (ja, sie ist wirklich promoviert worden!), zeugen von einer Unbedarftheit, da\u00df man oft nicht wei\u00df, ob man lachen oder weinen soll. F\u00fcr sie ist offenbar die ganze geistige und materielle Welt eine einzige gro\u00dfe Gemischtwarenhandlung, und da kauft man ein, wonach einem gerade der Sinn steht. Insofern pa\u00dft die Familienministerin ganz wunderbar ins Kabinett Merkel.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens wollte ich nat\u00fcrlich &#8211; journalistisch korrekt! &#8211; auch die politischen Erfolge der Ministerin anf\u00fchren. Ich bin immer noch auf der Suche.<\/p>\n<p>Es kann ein Weilchen dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Kabinette im Bund und in den L\u00e4ndern schm\u00fccken sich mit jungen Frauen. Das mag f\u00fcr die jeweilige Regierung hin und wieder ein optischer, aber es mu\u00df nicht unbedingt auch ein intellektueller und politischer Gewinn sein. 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