{"id":751,"date":"2011-05-29T19:23:42","date_gmt":"2011-05-29T17:23:42","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=751"},"modified":"2011-05-29T19:24:07","modified_gmt":"2011-05-29T17:24:07","slug":"das-milliarden-geschaft-mit-der-windkraft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=751","title":{"rendered":"Das Milliarden-Gesch\u00e4ft mit der Windkraft"},"content":{"rendered":"<p>Sind Sie schon einmal von einem aggressiven Bettler verfolgt worden? Fast jeder hat das irgendwann einmal erlebt: der Bettler verlangt &#8222;einen Euro&#8220;, und wenn man ihn nicht hergibt und einfach weitergeht, l\u00e4uft er einem hinterher, schimpft und flucht und droht und l\u00e4\u00dft nicht locker. Das ist l\u00e4stig, und nat\u00fcrlich ist es eigentlich auch nicht erlaubt, aber es passiert st\u00e4ndig, in jeder gr\u00f6\u00dferen Stadt.<\/p>\n<p>Neuerdings geschieht so etwas in den besten Kreisen. Die &#8222;Bettler&#8220;, das sind die kleinen und gro\u00dfen Energiekonzerne, und mit einem Euro geben sie sich nicht zufrieden. Sie betteln genauso aggressiv und hartn\u00e4ckig wie der Mann auf dem Kudamm in Berlin oder auf der Zeil in Frankfurt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind es nicht nur die Energiekonzerne. Osram zum Beispiel, das erf\u00e4hrt man heute in der <em>Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS)<\/em>, steht blendend da: im vorigen Gesch\u00e4ftsjahr hat das Unternehmen 569 Mill. Euro Gewinn erzielt. Trotzdem werden jetzt 100 Mill. Euro Steuergelder in die sog. Photonik gesteckt, und wer profitiert davon, neben ein paar anderen Gro\u00dfkonzernen? Richtig, Osram. Es geht zu wie auf dem Kudamm &#8211; es wird gebettelt, gedroht, gejammert, bis die Knete kommt. Und die Knete kommt von uns, vom Steuerzahler.<\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel: die sog. &#8222;Elektromobilit\u00e4t&#8220;. Obwohl das Elektroauto wahrhaftig kein &#8222;\u00d6ko-Auto&#8220; ist (dieses M\u00e4rchen ist l\u00e4ngst widerlegt), wollen die Hersteller von der gr\u00fcnen Stimmung im Land profitieren. Und wie der Bettler in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone drohen sie: sollte kein Geld vom Bund flie\u00dfen, wird uns wom\u00f6glich Frankreich zuvorkommen &#8211; oder, noch schlimmer, China! Also: 1,5 Milliarden Euro Subventionen m\u00fc\u00dften es schon sein, meint der Cheflobbyist von der Nationalen Plattform Elektromobilit\u00e4t, Henning Kagermann. Daf\u00fcr gehen wir aber auch in eine rosige Zukunft: 30.000 neue Arbeitpl\u00e4tze w\u00fcrden daf\u00fcr geschaffen. Toll.<\/p>\n<p>Besonders gro\u00dfe Hoffnungen machen sich jetzt die kleinen und mittleren Energiekonzerne. Die F\u00f6rderung der sog. &#8222;erneuerbaren Energie&#8220; hat sich, wie die gewi\u00df nicht wirtschaftsfeindliche FAS schreibt, zu einem &#8222;schwarzen Loch&#8220; entwickelt. &#8222;Hohe Milliardenbetr\u00e4ge&#8220; werden, geschickt gelenkt, in die Naturstrombranche gelenkt. Der staatlich garantierte Strompreis bei Windkraftanlagen stimmt die Unternehmen &#8222;hoffnungsfroh&#8220;.<\/p>\n<p>Mit Zuckerbrot und Peitsche bringen die professionellen Lobbyisten den Staat dazu, immer mehr Steuergelder in eine Energie zu stecken, die weder sicher noch nat\u00fcrlich noch \u00f6kologisch ist. Solange die Menschen noch glauben, da\u00df hier wirklich etwas Sch\u00f6nes und Gutes geschieht, haben sie ein leichtes Spiel.<\/p>\n<p>Wie hei\u00dft es in der <em>Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung<\/em>?<\/p>\n<blockquote><p>Die Industrie hat alle Hemmungen abgelegt. Jedes Argument ist ihr recht, um an Subventionen zu kommen. Arbeitspl\u00e4tze, \u00d6kologie, oder einfach Zukunft. Alles soll der Staat mitfinanzieren. So holt sich ein Wirtschaftszweig nach dem anderen Staatsgeld ab. Vor allem Gro\u00dfunternehmen haben die Subventionsbeschaffung professionalisiert, indem sie politische Modethemen besetzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und im Moment gibt es eigentlich nur ein einziges Modethema: die &#8222;Energiewende&#8220;. Sie wird uns teuer zu stehen kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sind Sie schon einmal von einem aggressiven Bettler verfolgt worden? 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