{"id":7359,"date":"2012-11-24T00:44:48","date_gmt":"2012-11-23T23:44:48","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7359"},"modified":"2012-11-24T00:44:48","modified_gmt":"2012-11-23T23:44:48","slug":"energiepflanzen-fur-viele-vogelarten-eine-todliche-bedrohung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7359","title":{"rendered":"&#8222;Energiepflanzen&#8220; &#8211; f\u00fcr viele Vogelarten eine t\u00f6dliche Bedrohung"},"content":{"rendered":"<p>Falls Sie Interesse an einer intakten, lebendigen Natur und an dem verh\u00e4ngnisvollen Anbau sog. &#8222;Energiepflanzen&#8220; haben, sollten Sie unbedingt den Artikel &#8222;Unheimliche Feldruhe&#8220; von Carl-Albrecht von Treuenfels in der gestrigen F.A.Z. lesen. Er ist erfreulicherweise auch <a title=\"online\" href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/umwelt\/welt-der-voegel-unheimliche-feldruhe-11968682.html\">online<\/a> verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Von den 260 Brutvogelarten in Deutschland wird bei 40 Arten ein dramatischer R\u00fcckgang verzeichnet. Es sind gerade jene Arten, die auf offene Fl\u00e4chen, also Acker- und Gr\u00fcnland, angewiesen sind. Sie finden immer weniger Nahrung. Ein Grund: der immer hemmungslosere Anbau der Energiepflanzen Raps und Mais, die in unseren Fahrzeugmotoren verbrannt werden. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) hat einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Energiewende und dem Vogelbestand festgestellt: von 30 untersuchten Vogelarten konnten nur vier ihren Bestand halten, mit allen anderen ging es bergab. In Brandenburg stellte man fest, da\u00df die Auswirkung des Klimawandels auf die V\u00f6gel noch &#8222;schwach&#8220; ist, w\u00e4hrend die &#8222;Auswirkungen der Klimapolitik (Energiepolitik) dagegen dramatisch sind&#8220;.<\/p>\n<p>Das ist eine geradezu absurde Situation: die energiepolitischen Ma\u00dfnahmen, mit denen man ja eigentlich dem Klimawandel Einhalt gebieten will, stellen sich zumindest heute als fataler heraus als der Klimawandel selbst. Diese komplexen Zusammenh\u00e4nge werden von den gro\u00dfen Naturschutzverb\u00e4nden fast vollst\u00e4ndig ignoriert. An ihrer Spitze stehen offenbar nur noch politisch orientierte, den Gr\u00fcnen nahestehende Menschen, die auf Biegen und Brechen die Energiewende durchsetzen wollen &#8211; da spielt die Existenz von 30 oder 40 Vogelarten keine Rolle mehr. So etwas wird, wenn man die Dinge von der hohen politischen Warte aus betrachtet, zu einem l\u00e4ppischen Kollateralschaden.<\/p>\n<p>Dank der &#8222;ausgefeilten Erntetechnik&#8220; sind die \u00c4cker praktisch frei von K\u00f6rnern. Und Wiesen und Weiden, von denen auch viele V\u00f6gel abh\u00e4ngig sind, werden immer h\u00e4ufiger in Maismonokulturen umgewandelt. Beim Schutz der Natur auf die freiwillige Mitarbeit der Bauern zu setzen, schreibt Carl-Albrecht von Treuenfels,<\/p>\n<blockquote><p>w\u00e4re fatal. Nicht wenige haben den Bezug zur Natur verloren. Wenn sie in den klimatisierten Kabinen der Traktoren und M\u00e4hdrescher sitzen, bekommen sie von der Restnatur rundherum wenig mit. Manche Funktion\u00e4re meinen, die Bauern w\u00fcssten selbst am besten, wie sie mit der Natur umzugehen haben. Doch das stimmt nicht. Wenn der Fr\u00fchling \u00fcber den Feldern und Wiesen nicht stumm werden soll, muss die Landwirtschaft mit dem amtlichen und privaten Naturschutz zusammenarbeiten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Da mu\u00df man freilich fragen, ob die F\u00fchrungsriegen der gro\u00dfen Naturschutzverb\u00e4nde \u00fcberhaupt noch ein Gesp\u00fcr f\u00fcr solche Fragen haben. Wenn man ihre Stellungnahmen zur Energiepolitik liest, ist davon jedenfalls wenig zu sp\u00fcren. Die &#8222;gro\u00dfe Politik&#8220; und die Energiewende sind ihnen offenbar viel wichtiger als das \u00dcberleben von ein paar Dutzend Vogelarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Falls Sie Interesse an einer intakten, lebendigen Natur und an dem verh\u00e4ngnisvollen Anbau sog. &#8222;Energiepflanzen&#8220; haben, sollten Sie unbedingt den Artikel &#8222;Unheimliche Feldruhe&#8220; von Carl-Albrecht von Treuenfels in der gestrigen F.A.Z. lesen. Er ist erfreulicherweise auch online verf\u00fcgbar. 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