{"id":7175,"date":"2012-11-07T00:09:07","date_gmt":"2012-11-06T23:09:07","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7175"},"modified":"2012-11-07T08:51:44","modified_gmt":"2012-11-07T07:51:44","slug":"cornelia-pieper-und-das-betreuungsgeld","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7175","title":{"rendered":"Cornelia Pieper und das Betreuungsgeld"},"content":{"rendered":"<p>Die Macht des Vorurteils ist gro\u00df &#8211; vor allem, wenn hinter dem Vorurteil eine Ideologie steht. Das zeigt sich geradezu beispielhaft in der Diskussion um das Betreuungsgeld.<\/p>\n<p>Nehmen wir Cornelia Pieper. Sie ist f\u00fcr die FDP Staatsministerin im Ausw\u00e4rtigen Amt und will im Bundestag gegen das Betreuungsgeld stimmen (<a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/koalitionsbeschluesse-abweichler-machen-front-gegen-betreuungsgeld-a-865491.html\">hier<\/a> nachzulesen). Und warum? Jetzt kommt die ganze Litanei der &#8222;fortschrittlichen&#8220; Menschheit: das Betreuungsgeld sei eine &#8222;doppelte Rolle r\u00fcckw\u00e4rts in alte Zeiten&#8220; und &#8211; nat\u00fcrlich! &#8211; &#8222;eine R\u00fcckkehr zum alten Familienmodell Kinder, K\u00fcche, Kirche&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>Dabei k\u00e4mpfe sie seit 1990 konsequent f\u00fcr fr\u00fchkindliche Bildung und einen Rechtsanspruch auf Betreuungspl\u00e4tze. &#8222;Das Betreuungsgeldgesetz entspricht einfach nicht der Lebenswirklichkeit&#8220;, betonte die FDP-Politikerin.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das mu\u00df man sich einmal vorstellen: bei ein- und zweij\u00e4hrigen Kindern f\u00e4llt Frau Pieper nichts anderes als &#8222;fr\u00fchkindliche Bildung&#8220; ein. Wo es erst einmal darauf ankommt, ein tiefes (Ur-) Vertrauen zwischen Kind und Eltern herzustellen, damit aus dem Kind sp\u00e4ter eine selbstbewu\u00dfte, ichstarke Pers\u00f6nlichkeit wird, sucht sie verzweifelt nach Rechtfertigungen f\u00fcr eine au\u00dferh\u00e4usliche Betreuung, die gar nicht fr\u00fch genug anfangen kann.<\/p>\n<p>Der alte feministische Schlachtruf gegen &#8222;Kinder, K\u00fcche, Kirche&#8220; wirkt da besonders peinlich. Da fa\u00dft die s\u00e4kulare Frau von heute zusammen, was f\u00fcr sie der Leibhaftige ist.<\/p>\n<p><strong><em>Kinder<\/em><\/strong>?<br \/>\nDie machen Schmutz, sie schreien und st\u00f6ren enorm bei der Karriereplanung. Man kann sie gar nicht fr\u00fch genug in geeignete Einrichtungen geben, zumal sie dort auch noch wunderbar fr\u00fchkindlich gebildet werden.<\/p>\n<p><em><strong>K\u00fcche?<\/strong><\/em><br \/>\nAuch das scheint, den tausend Kochsendungen zum Trotz, f\u00fcr die moderne Frau eher etwas Unappetitliches sein. Man kann doch zum Italiener oder zum Chinesen gehen!<\/p>\n<p><strong><em>Kirche<\/em>?<br \/>\n<\/strong>Damit kann die Frau von heute &#8211; und erst recht die FDP-Frau von heute mit DDR-Sozialisation! &#8211; am allerwenigsten anfangen. Da ist es nur konsequent, da\u00df Cornelia Pieper Mitte der 90er Jahre als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin dem durch und durch atheistischen <em>Humanistischen Verband Deutschlands<\/em> angeh\u00f6rt hat.<\/p>\n<p>Ihr fortschrittliches Weltbild gerade \u00fcber das Wesen von Frauen und M\u00e4nnern fa\u00dft Frau Pieper (<a title=\"hier\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cornelia_Pieper\">hier<\/a> nachzulesen) so zusammen:<\/p>\n<blockquote><p>W\u00e4hrend die Frau sich st\u00e4ndig weiterentwickelt, heute alle Wesensz\u00fcge und Rollen in sich vereint, m\u00e4nnliche und weibliche, und sich in allen Bereichen selbst verwirklichen kann, blieb der Mann auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Da zeigt sich, da\u00df auch ein fr\u00fchkindlich gebildeter Mensch am Ende zu einem sehr schlichten Weltbild kommen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Macht des Vorurteils ist gro\u00df &#8211; vor allem, wenn hinter dem Vorurteil eine Ideologie steht. Das zeigt sich geradezu beispielhaft in der Diskussion um das Betreuungsgeld. Nehmen wir Cornelia Pieper. 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