{"id":7156,"date":"2012-11-05T01:14:20","date_gmt":"2012-11-05T00:14:20","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7156"},"modified":"2012-11-05T08:46:03","modified_gmt":"2012-11-05T07:46:03","slug":"frauen-haben-keine-wahl-andrea-nahles-und-die-hetze-gegen-das-betreuungsgeld","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7156","title":{"rendered":"Frauen haben keine Wahl &#8211; Andrea Nahles und die Hetze gegen das Betreuungsgeld"},"content":{"rendered":"<p>Haben Sie gestern den <em>Presseclub<\/em> gesehen? Ich habe ihn nur ein paar Minuten ertragen. Das h\u00e4mische Gel\u00e4chter der Journalisten \u00fcber das Betreuungsgeld war mir unertr\u00e4glich. Ein einziger in der Runde hatte zu Anfang fast sch\u00fcchtern angedeutet, da\u00df heute nicht mehr Frauen, die einen Arbeitsplatz haben, verunglimpft und diskrimiert werden, sondern Frauen, die die Frechheit besitzen, ihre eigenen Kinder in ihrer eigenen Wohnung zu erziehen &#8211; und schon ert\u00f6nte h\u00e4misches Gel\u00e4chter aus allen \u00fcbrigen Journalistenm\u00fcndern.<\/p>\n<p>So weit ist es also schon, da\u00df man sich daf\u00fcr entschuldigen mu\u00df, wenn man seine Kinder <em>selbst<\/em> erziehen m\u00f6chte. Man verschweigt es lieber, sonst wird man mit mitleidigen oder geh\u00e4ssigen Bemerkungen \u00fcbersch\u00fcttet.<\/p>\n<blockquote><p>Sie wollen Ihre Kinder wirklich selbst erziehen? So richtig traditionell, in Ihrer eigenen Wohnung? Ja, in welchem Jahrhundert leben Sie denn, da\u00df Sie auf so eine Idee kommen? Noch dazu, wo wir doch so wunderbare Krippen haben, mit wunderbaren Erzieherinnen und Erziehern, die das alles viel besser k\u00f6nnen! Und dann wollen Sie also auch noch eine Herdpr\u00e4mie daf\u00fcr bekommen &#8211; pfui, pfui!<\/p><\/blockquote>\n<p>Ach, es gibt so viele Studien \u00fcber fast alles &#8211; mich w\u00fcrde einmal interessieren, welchen Kindern es am Ende besser geht, wenn sie erwachsen geworden sind &#8211; den Krippenkindern oder denen, die in den ersten Jahren von Vater oder Mutter betreut worden sind. Das k\u00f6nnte man in einer Langzeitstudie doch einmal untersuchen. Meine Frage ist angesichts der alles beherrschenden links-gr\u00fcn-feministischen Ideologie in dieser Auseinandersetzung: bringt es den M\u00fcttern eine gr\u00f6\u00dfere Befriedigung, wenn sie bei Lidl an der Kasse sitzen oder f\u00fcr Billigl\u00f6hne putzen &#8211; oder wenn man ihnen die M\u00f6glichkeit gibt, ihr eigenes Kind zuhause zu betreuen? Die Antwort m\u00f6ge sich jeder selbst geben.<\/p>\n<p>An dieser Stelle mu\u00df man &#8211; leider &#8211; die Generalsekret\u00e4rin der SPD, Andrea Nahles, ins Spiel bringen. Sie ist selbst Mutter eines einj\u00e4hrigen Kindes, aber &#8211; so liest man in der Wikipedia: &#8222;Acht Wochen nach der Geburt des Kindes nahm sie ihre T\u00e4tigkeiten wieder auf.&#8220; Das ist nat\u00fcrlich ihr gutes Recht, aber es ist auch das gute Recht einer Frau, sich f\u00fcr die h\u00e4usliche Erziehung zu entscheiden, ohne da\u00df sich \u00fcber sie das Hohngel\u00e4chter aller fortschrittlichen und &#8222;modernen&#8220; Frauen ergie\u00dft.<\/p>\n<p>In die Gr\u00fcndung und Ausstattung (und in den laufenden Betrieb) von Krippen, Kitas und Horten haben wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten in gro\u00dfem Umfang Steuergelder gesteckt. Wir haben sogar den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz in das Gesetz aufgenommen. Die Unterbringung von Kindern in &#8222;Einrichtungen&#8220; ist also vom Staat finanziell massiv und einseitig gef\u00f6rdert worden. Jetzt w\u00e4re es doch nur recht und billig, schon aus Gr\u00fcnden der Gerechtigkeit, da\u00df Eltern, die ihre Kinder daheim erziehen, daf\u00fcr einen Ausgleich erhalten, denn eine Wahlfreiheit, die nur auf dem Papier steht, ist ja nun wirklich keine Wahlfreiheit. Und genau das ist der Punkt: wenn eine junge Familie von einem einzigen Gehalt \u00fcberhaupt nicht mehr leben kann (und das ist heute die Regel), dann gibt es wirkliche Wahlfreiheit nur, wenn der Staat lenkend eingreift und jene Familien finanziell unterst\u00fctzt, die ihm nicht zur Last fallen, die also auf die mit gewaltigen finanziellen Mitteln unterst\u00fctzten Betreuungseinrichtungen verzichten.<\/p>\n<p>Jeder wei\u00df, da\u00df die Wirklichkeit anders aussieht. Zu dem finanziellen kommt n\u00e4mlich ein gesellschaftlicher Druck, dem viele erliegen. Da wird in infamer Weise ein Popanz aufgebaut: man wolle die Uhr zur\u00fcckdrehen und die Frauen wieder an den Herd zwingen (&#8222;Herdpr\u00e4mie&#8220;), die Adenauerzeit kehre zur\u00fcck, die Emanzipation der Frau solle r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden usw. Auch im <em>Presseclub<\/em> ist gleich am Anfang das Wort von den &#8222;50er Jahren&#8220; gefallen.<\/p>\n<p>Jetzt kann man nat\u00fcrlich niemanden zwingen, von seinem Verstand Gebrauch zu machen, <em>bevor<\/em> er redet oder schreibt. Wenn aber jetzt Andrea Nahles, die SPD-Generalsekret\u00e4rin, das Betreuungsgeld (<a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/nahles-wir-werden-es-verhindern-spd-will-das-betreuungsgeld-per-verfassungsklage-aufhalten-_aid_852754.html\">hier<\/a> nachzulesen) vor das Bundesverfassungsgericht bringen will, weil es &#8211; so w\u00f6rtlich! &#8211; die Wahlfreiheit der Familien einschr\u00e4nke, dann grenzt das nicht mehr an Volksverdummung.<\/p>\n<p>Es <em>ist<\/em> Volksverdummung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haben Sie gestern den Presseclub gesehen? Ich habe ihn nur ein paar Minuten ertragen. Das h\u00e4mische Gel\u00e4chter der Journalisten \u00fcber das Betreuungsgeld war mir unertr\u00e4glich. 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