{"id":7139,"date":"2012-11-03T01:04:46","date_gmt":"2012-11-03T00:04:46","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7139"},"modified":"2012-11-03T02:13:37","modified_gmt":"2012-11-03T01:13:37","slug":"die-ministerprasidenten-als-aufgescheuchte-huhner-neues-zur-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=7139","title":{"rendered":"Die Ministerpr\u00e4sidenten als aufgescheuchte H\u00fchner &#8211; Neues zur Energiewende"},"content":{"rendered":"<p>Wer in der deutschen Nachkriegsgeschichte nach einer politischen Entscheidung von so unglaublicher Dummheit und obendrein von einer so unfa\u00dfbar dilettantischen Durchf\u00fchrung sucht, wie es die &#8222;Energiewende&#8220; ist, wird nicht f\u00fcndig werden. Diese Wende, so wie Merkel sie erzwungen hat, ist in jeder Hinsicht beispiellos. Eine sichere Energieversorgung (in einem Industrieland mit vielen Hightech-Unternehmen!) durch eine v\u00f6llig unausgereifte Energieform zu ersetzen, von der man noch nicht einmal wei\u00df, wie man sie sicher transportieren und speichern kann, das ist mehr als fahrl\u00e4ssig. Damit wird eine verantwortungsvolle Politik holterdiepolter durch ein Vabanque-Spiel ersetzt. Die ganze Energiewende ist &#8211; von Anfang bis Ende &#8211; ein einziger Pfusch, und er wird uns teuer zu stehen kommen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben das inzwischen auch die Politiker entdeckt. Jetzt wollen sie den Eindruck erwecken, als k\u00f6nnten sie mit einem kleinen &#8222;Energiegipfel&#8220; alles geradebiegen. Schon im Vorfeld sind freilich die Ministerpr\u00e4sidenten wie aufgescheuchte H\u00fchner hin- und hergelaufen, der eine hat den anderen beschuldigt, die Wende nicht energisch genug zu voranzutreiben, sogar der Bundesumweltminister wird kritisiert, und die Opposition aus SPD, den Gr\u00fcnen und der Linken, sie ist inzwischen so gr\u00fcn &#8211; gr\u00fcner geht&#8217;s nicht. Man bekommt Angst vor soviel selbstzufriedener Gr\u00fcnheit, die sich im Besitz der Wahrheit w\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Wer aber einen winzigen falschen Schritt tut, wie jetzt der hessische Ministerpr\u00e4sident Bouffier, auf den st\u00fcrzt sich alles mit Gebr\u00fcll. Dabei hat er doch nur gesagt, da\u00df alle jene, die alternative Energie produzieren und daf\u00fcr vom Steuerzahler (also von uns!) f\u00fcrstliche Subventionen fast ohne unternehmerisches Risiko erhalten, dem Abnehmer auch die vereinbarte Lieferung garantieren m\u00fcssen. Notfalls m\u00fc\u00dften sie eben Strom zukaufen &#8211; wenn der Wind nicht weht.<\/p>\n<p>Ach, der arme Volker Bouffier! Jetzt fallen alle linksgr\u00fcnen Ideologen \u00fcber ihn her, vorneweg nat\u00fcrlich der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Sch\u00e4fer-G\u00fcmbel, der von &#8222;Unfug&#8220; spricht, dann die Gr\u00fcnen &#8211; und nat\u00fcrlich auch die Linke, deren Mitglieder heutzutage nicht mehr ohne ihr zerschlissenes gr\u00fcnes M\u00e4ntelchen vor die T\u00fcr gehen. Man unterstellt Bouffier sogar, da\u00df er &#8211; man h\u00f6re und staune! &#8211; die Energiewende hintertreiben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Ach, w\u00e4r&#8216; das sch\u00f6n! Aber ich glaube nicht daran. Vor dem Energiegipfel hat man von den Ministerpr\u00e4sidenten die widerspr\u00fcchlichsten Meinungen geh\u00f6rt, aber dann &#8211; Aug in Aug mit der strengen Kanzlerin &#8211; kneifen sie alle und geben brav ihre unverbr\u00fcchliche Treue zur Energiewende zu Protokoll. Trotzdem sollte man es Bouffier als Verdienst anrechnen, da\u00df er ein kleines bi\u00dfchen Skepsis in das gr\u00fcne Wolkenkuckucksheim gebracht hat. W\u00e4hrend Kretschmann von der Sch\u00f6nheit der Windkraftanlagen schw\u00e4rmt und \u00fcber die &#8222;moderne Zeit&#8220; schwadroniert, die mit der Windkraft heraufzieht, hat Bouffier immerhin darauf verwiesen, da\u00df die Produktion von Energie nicht nur im Abgreifen von Subventionen besteht. Sie mu\u00df die Versorgung des Landes mit bezahlbarer Energie sicherstellen, also <em>garantieren<\/em>. Wer schon bei dieser bescheidenen Forderung Zeter und Mordio schreit, betreibt das Gesch\u00e4ft der selbstbewu\u00dften und wohlgem\u00e4steten Windenergiebranche &#8211; und sonst gar nichts. Es ist eine Klientelpolitik, die von einer Allparteienkoalition unter F\u00fchrung der Kanzlerin auf unsere Kosten betrieben wird.<\/p>\n<p>Einen kleinen Lichtblick gibt es: in Berlin hat sich, wie man <a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/konservative-in-der-cdu-berliner-kreis-formiert-sich-gegen-merkel-a-865020.html\">hier<\/a> nachlesen kann, ein Kreis von (im guten Sinne!) konservativen CDU-Politikern konstituiert, zu denen unter anderem der Chef der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Christean Wagner, und der CDU-Bundestagsabgeordnete Bosbach geh\u00f6ren. Wenn dieser &#8222;Berliner Kreis&#8220; auch energisch bestreitet, da\u00df seine Politik gegen die Kanzlerin gerichtet sei &#8211; sie ist es nat\u00fcrlich doch. Das geht schon aus den wenigen \u00f6ffentlichen Aussagen hervor:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wir wollen einen Beitrag zur Selbstvergewisserung und Bestimmung wertkonservativer \u00dcberzeugungen in der Moderne leisten&#8220;, hei\u00dft es im Gr\u00fcndungspapier. Nicht der Zeitgeist d\u00fcrfe das Handeln bestimmen, stattdessen m\u00fcsse sich die Partei wieder auf ihre Grund\u00fcberzeugungen besinnen. &#8222;Stammkundschaft geht vor Laufkundschaft&#8220;, sagte Wagner.<\/p>\n<p>&#8222;Die Energiewende und die Bundeswehrreform wurden verk\u00fcndet, aber nicht begr\u00fcndet&#8220;, klagte Bosbach.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es ist, wie gesagt, nur ein kleiner Lichtblick, denn die Kanzlerin sonnt sich in ihrer Popularit\u00e4t, und wer immer Kritik \u00fcbt, wird von ihren Hofschranzen in bisweilen rabiater Manier zurechtgewiesen (Bosbach selbst hat es vor kurzem erleben m\u00fcssen). Aber: ein Anfang ist gemacht.<\/p>\n<p>Und auch der l\u00e4ngste Weg beginnt ja, wie man so sch\u00f6n sagt, mit dem ersten Schritt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer in der deutschen Nachkriegsgeschichte nach einer politischen Entscheidung von so unglaublicher Dummheit und obendrein von einer so unfa\u00dfbar dilettantischen Durchf\u00fchrung sucht, wie es die &#8222;Energiewende&#8220; ist, wird nicht f\u00fcndig werden. 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