{"id":679,"date":"2011-05-23T00:33:33","date_gmt":"2011-05-22T22:33:33","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=679"},"modified":"2011-05-23T00:33:33","modified_gmt":"2011-05-22T22:33:33","slug":"noch-einmal-zur-olpalme","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=679","title":{"rendered":"Noch einmal zur \u00d6lpalme"},"content":{"rendered":"<p>Die Nachrichten aus den L\u00e4ndern, die noch \u00fcber nennenswerte Regenw\u00e4lder verf\u00fcgen, werden immer dramatischer. Was die gro\u00dfen Holzkonzerne nach ihrem Raubbau stehengelassen haben, macht jetzt den gro\u00dffl\u00e4chigen Monokulturen der \u00d6lpalme Platz.<\/p>\n<p>Die Organisation <em>Rettet den Regenwald e.V.<\/em> sammelt seit langem verl\u00e4\u00dfliche Informationen \u00fcber die Zerst\u00f6rung dieses einmaligen und unersetzlichen \u00d6kosystems. Was sie in den letzten Monaten zusammengetragen hat, ist deprimierend (alles nachzulesen bei <a href=\"http:\/\/www.regenwald.org\">http:\/\/www.regenwald.org<\/a>).<\/p>\n<p>In <strong>Kolumbien <\/strong>l\u00e4\u00dft ein m\u00e4chtiger Konzern mit Hilfe der Polizei Bauern von ihrem Land vertreiben, um Palmplantagen anzulegen.<\/p>\n<p>In <strong>Peru <\/strong>hat ein einheimischer Konzern, dem auch die gr\u00f6\u00dfte Bank des Landes geh\u00f6rt, von der Regierung die Konzession zum Anbau von \u00d6lpalmen im Amazonasbecken erhalten. Knapp 10.000 ha Regenwald sind seitdem abgeholzt worden. Auch hier werden Kleinbauern vertrieben:<\/p>\n<blockquote><p>Der intensive Einsatz von Pestiziden und Herbiziden auf den Plantagen  verseucht das Wasser und die B\u00f6den der Region. Eine erneute  nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung dieser Fl\u00e4chen ist so auch  langfristig nicht m\u00f6glich.<\/p><\/blockquote>\n<p>In <strong>Indonesien <\/strong>treibt es Wilmar International, der gr\u00f6\u00dfte Palm\u00f6lkonzern der Welt, besonders dreist. Er kann dort offenbar schalten und walten, wie er will, und macht Beh\u00f6rden und Polizei bei der Vertreibung der Bauern zu seinen Handlangern.<\/p>\n<p>Und in <strong>Mexiko<\/strong> sollen in den n\u00e4chsten 10 Jahren im Bundesstaat Chiapas wertvolle und artenreiche W\u00e4lder vernichtet und auf einer Fl\u00e4che von 500.000 ha durch \u00d6lpalmen ersetzt werden.<\/p>\n<p>Aber kehren wir einmal vor der eigenen Haust\u00fcr. In <strong>Deutschland <\/strong>wurde 2008 auf einer Fl\u00e4che von etwa 1 Million Hektar (!) Raps angebaut. Das sind Monokulturen mit einem hohen Bedarf an Wasser und Stickstoffd\u00fcnger, und ein gro\u00dfer Teil der Pflanzen, die ein hochwertiges und gesundes \u00d6l liefern, wird als &#8222;\u00d6ko-Sprit&#8220; in unseren Autos verbrannt.<\/p>\n<p>Jedes St\u00fcck Brachland hat eine hundertfach gr\u00f6\u00dfere Artenvielfalt als das Rapsfeld, in das es dann verwandelt wird. Aber davon redet niemand mehr &#8211; es geht ja nur noch um Energie und CO2-Bilanz. Auch bei dieser dramatischen Verengung des Blickwinkels sind die Gr\u00fcnen ganz vor dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nachrichten aus den L\u00e4ndern, die noch \u00fcber nennenswerte Regenw\u00e4lder verf\u00fcgen, werden immer dramatischer. Was die gro\u00dfen Holzkonzerne nach ihrem Raubbau stehengelassen haben, macht jetzt den gro\u00dffl\u00e4chigen Monokulturen der \u00d6lpalme Platz. 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