{"id":3556,"date":"2011-12-28T00:11:50","date_gmt":"2011-12-27T23:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=3556"},"modified":"2011-12-28T00:11:50","modified_gmt":"2011-12-27T23:11:50","slug":"kennzeichnungspflicht-von-palmol-in-der-eu-ein-kleiner-fortschritt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=3556","title":{"rendered":"Kennzeichnungspflicht von Palm\u00f6l in der EU &#8211; ein kleiner Fortschritt"},"content":{"rendered":"<p>Am 6. Juli 2011 hat das Europaparlament die sog. <em>Lebensmittelinformationsverordnung<\/em> verabschiedet, auf b\u00fcrokratisch die<\/p>\n<blockquote><p>Verordnung (EU) Nr. 1169\/2011 des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der Verbraucher \u00fcber Lebensmittel.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Verordnung enth\u00e4lt, wenn die Lobbyisten auch manches Gute verhindert haben, doch eine ganze Reihe von Verbesserungen bei der Kennzeichnung von verpackten Lebensmitteln. Die f\u00fcr den Schutz der Natur wichtigste \u00c4nderung betrifft die jetzt etwas strenger gefa\u00dfte Kennzeichnung von Pflanzen\u00f6len.<\/p>\n<p>Bisher fand man auf den Verpackungen h\u00e4ufig den Ausdruck &#8222;Pflanzliche \u00d6le und Fette&#8220;. Das diente in aller Regel zur Verschleierung eines Inhaltsstoffes, der den Nahrungsmittelkonzernen wegen der \u00f6ffentlichen Diskussion peinlich geworden war: des Palm\u00f6ls. Niemand wu\u00dfte also, ob in der Margarine das (sehr gesunde!) Raps\u00f6l enthalten war &#8211; oder das ganz und gar nicht gesunde Palm\u00f6l, dessen Anbau in Plantagen obendrein (wie an dieser Stelle schon oft ausgef\u00fchrt) zur Rodung von Regenw\u00e4ldern in einem fast unvorstellbaren Ausma\u00df gef\u00fchrt hat &#8211; und immer noch f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Abschnitt &#8222;Raffinierte \u00d6le pflanzlicher Herkunft&#8220; hei\u00dft es in der neuen Verordnung:<\/p>\n<blockquote><p>K\u00f6nnen im Zutatenverzeichnis unter der Bezeichnung \u201epflanzliche \u00d6le\u201c zusammengefasst werden, wobei unmittelbar danach eine Liste mit den Angaben der speziellen pflanzlichen Herkunft aufzuf\u00fchren ist, nach der die Wendung \u201ein ver\u00e4nderlichen Gewichtsanteilen\u201c folgen kann. Im Falle einer Zusammenfassung werden die pflanzlichen \u00d6le gem\u00e4\u00df Artikel 18 Absatz 1 nach dem Gewichtsanteil der Gesamtheit der vorhandenen pflanzlichen \u00d6le im Zutatenverzeichnis aufgef\u00fchrt. Der Hinweis auf ein geh\u00e4rtetes \u00d6l muss gegebenenfalls mit dem Ausdruck \u201eganz geh\u00e4rtet\u201c oder \u201eteilweise geh\u00e4rtet\u201c versehen sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Gerade die &#8222;spezielle pflanzliche Herkunft&#8220;, die gern versteckt wurde, mu\u00df jetzt deklariert werden. Der Verbraucher kann also selbst entscheiden, ob er ein Produkt, das ungesundes Palm\u00f6l enth\u00e4lt, kaufen oder lieber zu einem alternativen Produkt greifen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Einen Haken hat die Geschichte allerdings: es gibt wie fast immer eine \u00dcbergangsfrist &#8211; in diesem Fall sind es drei Jahre. Sp\u00e4testens Ende 1914 mu\u00df aber auf jeder Verpackung angegeben sein, ob ein Lebensmittel Palm\u00f6l enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Und noch ein kleiner Lichtblick: im deutschen <em>Gesetz f\u00fcr den Vorrang Erneuerbarer Energien<\/em> (EEG) ist die Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr Strom aus Pflanzen\u00f6l gestrichen worden.<\/p>\n<p>Die beste L\u00f6sung w\u00e4re nat\u00fcrlich ein totales Einfuhrverbot von Palm\u00f6l in die EU. Damit ist aber in absehbarer Zeit sicher nicht zu rechnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 6. Juli 2011 hat das Europaparlament die sog. Lebensmittelinformationsverordnung verabschiedet, auf b\u00fcrokratisch die Verordnung (EU) Nr. 1169\/2011 des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der Verbraucher \u00fcber Lebensmittel. 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