{"id":22890,"date":"2023-10-10T17:18:38","date_gmt":"2023-10-10T15:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=22890"},"modified":"2023-10-10T17:18:38","modified_gmt":"2023-10-10T15:18:38","slug":"migrantische-menschen-halten-es-in-deutschland-einfach-nicht-mehr-aus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=22890","title":{"rendered":"&#8222;Migrantische Menschen&#8220; halten es in Deutschland einfach nicht mehr aus!"},"content":{"rendered":"\n<p>Das schreibt &#8211; nat\u00fcrlich auf ZEIT Online &#8211; eine gewisse Meret Weber. Man reibt sich die Augen, nein: man <em>riebe <\/em>sich die Augen, wenn man nicht w\u00fc\u00dfte, wohin es mit der ZEIT und ihrer Online-Ausgabe gekommen ist. Wenn man in meinem Alter ist (also \u00fcber siebzig), hat man die ZEIT noch in allerbester Erinnerung: es war nicht nur eine im besten Sinne liberale Wochenzeitung, sie wurde auch von stilistisch und sprachlich herausragenden Journalisten geschrieben. Das sind immer noch klangvolle Namen: Marion Gr\u00e4fin D\u00f6nhoff, Theo Sommer, Robert Leicht &#8211; nicht zu vergessen Wolfram Siebeck mit seiner kulinarischen Kolumne im ZEIT-Magazin. \u00dcberhaupt: das ZEIT-Magazin! Nur eine Beilage, aber gro\u00dfartiger Journalismus in Wort und Bild, elegant, stilpr\u00e4gend und von keinem der Nachahmer erreicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Selbst wenn man mit dem Inhalt eines Kommentars nicht einverstanden war, entsch\u00e4digte den Leser der gediegene Stil. Und heute? <\/p>\n\n\n\n<p>Schauen Sie sich einmal (<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zett\/politik\/2023-10\/auswandern-deutschland-privileg-migrationshintergrund\">hier<\/a> nachzulesen) den Beitrag von Meret Weber an. W\u00e4hrend Hunderttausende ihr Leben riskieren, um nach Deutschland zu kommen, malt sie ein d\u00fcsteres Zerrbild unseres Landes, fast so, als s\u00e4\u00dfen die &#8222;migrantischen Menschen&#8220; alle auf gepackten Koffern. Zum Beispiel 2015: die damals im ganzen Land verbreitete, fast \u00fcberschwengliche Aufnahme der Fl\u00fcchtlinge, an der sich unz\u00e4hlige ehrenamtliche Helfer bis an die Grenze ihrer Kraft beteiligten, verf\u00e4lscht sich bei ihr zu dieser Szene:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Ich sah, wie die vereinzelten migrantischen Familien aus dem ICE oder der Regionalbahn gezogen wurden, wie Bundespolizist:innen in der Grenzregion zwischen Bayern und \u00d6sterreich auf Sprachbarrieren mit Aggression reagierten, wie die restlichen Fahrg\u00e4ste zu stillen Kompliz:innen wurden. Ihren selbst erh\u00f6henden, stechenden Blick. Diese Schadenfreude, wenn sich tats\u00e4chlich jemand nicht ausweisen konnte.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Fl\u00fcchtlinge sind 2015 also mit dem ICE von \u00d6sterreich nach Bayern gefahren? Und durch und durch b\u00f6se &#8222;Bundespolizist:innen&#8220; haben sie aus dem Zug gezogen, w\u00e4hrend die anderen Fahrg\u00e4ste voller Schadenfreude und mit einem &#8222;selbst erh\u00f6henden, stechenden Blick&#8220; zugeschaut haben? <\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr ein billiger Kitsch! Und was f\u00fcr ein miserables Deutsch! H\u00e4tte ein Volont\u00e4r fr\u00fcher so einen Text eingereicht, der Redakteur h\u00e4tte ihm diesen Schmarrn um die Ohren gehauen. Nichts daran ist wahr, nichts ist echt, und das Deutschland, das Weber zeichnet, mit seinen b\u00f6sen, rassistischen Menschen, wo &#8222;Geflohene&#8220; keinen &#8222;sicheren Hafen&#8220; mehr haben, wo alle nur noch das Weite suchen m\u00f6chten, um den &#8222;hassenden Blicken und Anfeindungen&#8220; zu entgehen &#8211; dieses Deutschland ist ein Hirngespinst der Autorin, das mit der deutschen Wirklichkeit von 2015 und mit der Wirklichkeit von 2023 nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Wer mag, kann sich <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/autoren\/W\/Meret_Weber\/index\">hier<\/a> andere Artikel von Meret Weber zu Gem\u00fcte f\u00fchren und sehen, wie sie alles, was ihr nicht gef\u00e4llt, bis ins Absurde aufbl\u00e4ht (&#8222;Zwei M\u00e4nner of Color erz\u00e4hlen, wie sie von wei\u00dfen Menschen fetischisiert wurden&#8220;) und wie sie etwa die Angriffe t\u00fcrkischer und arabischer M\u00e4nner auf junge Frauen in Berliner Schwimmb\u00e4dern herunterspielt und zu einem abstrakten Problem der Gesellschaft macht (&#8222;immer wieder m\u00fcssen migrantische Jugendliche f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere gesellschaftliche Probleme herhalten, sei es in Schwimmb\u00e4dern oder an Silvester&#8220;). Da\u00df sie dann auch noch energisch verlangt, &#8222;keine Tr\u00e4nen f\u00fcr die Queen&#8220; zu vergie\u00dfen &#8211; geschenkt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Auch ihr Deutsch ist schauderhaft, etwa wenn sie von <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Bundespolizist:innen<br>Kompliz:innen<br>Staatsb\u00fcrger:innen<br>Brit:innen<br>Amerikaner:innen<br>Influencer:innen<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>und &#8211; als H\u00f6hepunkt &#8211; von einem <em>Freund:innenkreis<\/em> spricht. Soviel f\u00fcrs erste \u00fcber den Zustand der ZEIT im Oktober des Jahres 2023.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das schreibt &#8211; nat\u00fcrlich auf ZEIT Online &#8211; eine gewisse Meret Weber. Man reibt sich die Augen, nein: man riebe sich die Augen, wenn man nicht w\u00fc\u00dfte, wohin es mit der ZEIT und ihrer Online-Ausgabe gekommen ist. 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