{"id":22557,"date":"2022-10-03T15:48:12","date_gmt":"2022-10-03T13:48:12","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=22557"},"modified":"2022-10-03T15:48:12","modified_gmt":"2022-10-03T13:48:12","slug":"jetzt-gendert-sogar-der-kaiser","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=22557","title":{"rendered":"Jetzt gendert sogar der Kaiser!"},"content":{"rendered":"\n<p>Sein Name ist Kaiser, Roland Kaiser. Und er ist sichtlich begeistert vom Gendern. In einem Interview mit dem <em>Rolling Stone <\/em>(<a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/roland-kaiser-befuerwortet-gendern-man-muss-die-sprache-korrigieren-2497379\/\">hier<\/a> nachzulesen) sagt er diesen denkw\u00fcrdigen Satz:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Man muss die Sprache korrigieren. Manche Begriffe und Redewendungen sind Hunderte von Jahren alt.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ja, lieber Roland Kaiser, das stimmt &#8211; die ganze deutsche Sprache mit ihren alt-, mittel- und neuhochdeutschen Stufen ist allein schon in der Schriftform weit \u00fcber tausend Jahre alt. Und nicht nur &#8222;manche Begriffe&#8220; sind alt, die ganze Sprache ist es. Und eben deshalb sollte jeder, der beruflich mit der Sprache arbeitet, ganz besonders behutsam mit ihr umgehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Da\u00df sich die Sprache ver\u00e4ndert, ist ein Gemeinplatz, das wei\u00df jeder, der einmal einen Blick in die Lutherbibel von 1545 geworfen hat. Und mancher Abiturient von heute hat selbst mit dem Deutsch der Goethezeit seine Probleme. Aber alle diese Ver\u00e4nderungen unserer Sprache sind langsam und organisch vor sich gegangen: W\u00f6rter sind nach und nach verschwunden, neue sind aufgetaucht und haben sich eingeb\u00fcrgert, F\u00e4lle (wie der Genitiv) halten sich nach einer langen \u00dcbergangszeit nur noch in der gehobenen Schriftsprache usw. Das alles ist normal. Aber noch nie ist es einer kleinen radikalen Gruppe gelungen, die deutsche Sprache allein aus ideologischen Gr\u00fcnden und durch administrativen Druck &#8211; z.B. in Schulen, Verwaltungen, Unternehmen und in Presse- und Funkh\u00e4usern &#8211; und gegen den Willen der gro\u00dfen Mehrheit der Bev\u00f6lkerung bis zur Unkenntlichkeit zu verst\u00fcmmeln. <\/p>\n\n\n\n<p>Und wie ist der kaiserliche Blick aufs Gendern zustandegekommen? Schon der Zwischentitel im Interview verr\u00e4t es: &#8222;Die eigenen Kinder als Jungbrunnen&#8220;:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Laut Kaiser pr\u00e4gen Kinder auch die sprachlichen Gepflogenheiten \u00e4lterer Geburtenjahrg\u00e4nge: \u201eWir Menschen, die wir seit vielen, vielen Jahrzehnten Sprachen und Umgangsformen haben, lernen durch Kinder, das Thema mit dem Gendern anders zu nehmen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher haben die Kinder von ihren Eltern gelernt, was gut und richtig ist. Heute ist es offenbar umgekehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir leben in merkw\u00fcrdigen Zeiten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sein Name ist Kaiser, Roland Kaiser. Und er ist sichtlich begeistert vom Gendern. In einem Interview mit dem Rolling Stone (hier nachzulesen) sagt er diesen denkw\u00fcrdigen Satz: Man muss die Sprache korrigieren. 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