{"id":22535,"date":"2022-09-16T15:32:13","date_gmt":"2022-09-16T13:32:13","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=22535"},"modified":"2022-09-16T17:58:16","modified_gmt":"2022-09-16T15:58:16","slug":"immer-mehr-zeitgeistliche-auch-in-der-katholischen-kirche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=22535","title":{"rendered":"Immer mehr Zeitgeistliche auch in der katholischen Kirche"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer das nicht glaubt, lese den Artikel &#8222;Keine neue Sexualethik ohne Besch\u00e4ftigung mit Geschlechtsidentit\u00e4ten&#8220; von Andreas Lob-H\u00fcdepohl zur vierten Synodalversammlung (<a href=\"https:\/\/www.katholisch.de\/artikel\/41017-keine-neue-sexualethik-ohne-beschaeftigung-mit-geschlechtsidentitaeten\">hier<\/a> einzusehen). Darin geht es dem Professor f\u00fcr Theologische Ethik und Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken um den <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Abbau von Ressentiments gegen\u00fcber queeren Menschen. Gegen\u00fcber Menschen also, die quer zu den \u00fcblichen &#8222;Normal&#8220;-Standards von m\u00e4nnlich oder weiblich stehen; die als Trans*frau oder Intersex*Person um die gleiche Anerkennung ihrer Menschenw\u00fcrde, ja ihrer Gottebenbildlichkeit k\u00e4mpfen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Er zitiert u.a. den Deutschen Ethikrat, der &#8211; &#8222;in breitgef\u00e4cherter interdisziplin\u00e4rer Besetzung und unter Beteiligung von katholischen Theologen&#8220; &#8211; zu folgendem Schlu\u00df gekommen sei:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Das hormonale Geschlecht ist im Unterschied zum genetischen Geschlecht nicht typologisch bin\u00e4r (das hei\u00dft strikt m\u00e4nnlich oder strikt weiblich), sondern pr\u00e4gt sich auf einer gleitenden Skala aus, bei der der individuelle Status auch zwischen den beiden Polen liegen kann.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Lob-H\u00fcdepohls Fazit:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Eine &#8222;erneuerte&#8220; Sexualethik, die Fragen der geschlechtlichen Identit\u00e4t ausklammern w\u00fcrde \u2013 wom\u00f6glich sogar nur aus reiner kirchenpolitischer Opportunit\u00e4t \u2013, eine solche Sexualethik w\u00fcrde die personale Identit\u00e4t des Menschen faktisch erneut halbieren. Dann lieber keine &#8222;erneuerte&#8220; Sexualethik, deren &#8222;Neuigkeit&#8220; weit hinter den seit langem allen zug\u00e4nglichen Einsichten \u00fcber Sinn und Gestaltung menschlicher Sexualit\u00e4t zur\u00fcckbleibt.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die katholische Kirche hat mit ihrer verqueren Sexualmoral tats\u00e4chlich eine gro\u00dfe B\u00fcrde  zu tragen. Sie hat jahrhundertelang M\u00e4nner, die M\u00e4nner lieben, und Frauen, die Frauen lieben, nach alttestamentarischer Art von ihrer N\u00e4chstenliebe ausgeschlossen. Sie weigert sich bis heute, solche Paare, die einander lieben und um den Segen ihrer Kirche bitten, zu segnen. Darum sollte es gehen. Lob-H\u00fcdepohl geht es aber, das erkennt man man schon an seiner Sprache (&#8222;queere Menschen&#8220;, &#8222;Trans*frau&#8220;, &#8222;Intersex*Person&#8220;), um die Durchsetzung der Forderungen einer kleinen Minderheit, die sich mit ihren halb- und unwissenschaftlichen Theorien ohne den kr\u00e4ftig wehenden Zeitgeist und ohne die blinde Unterst\u00fctzung aus dem gr\u00fcnen Lager nirgendwo durchsetzen k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb freue ich mich \u00fcber die Ablehnung des enstsprechenden Antrags durch knapp 40% der Bisch\u00f6fe. Geistliche k\u00f6nnen wir nicht genug haben &#8211; noch mehr Zeitgeistliche brauchen wir wirklich nicht.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer das nicht glaubt, lese den Artikel &#8222;Keine neue Sexualethik ohne Besch\u00e4ftigung mit Geschlechtsidentit\u00e4ten&#8220; von Andreas Lob-H\u00fcdepohl zur vierten Synodalversammlung (hier einzusehen). 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