{"id":21339,"date":"2021-06-05T01:02:50","date_gmt":"2021-06-04T23:02:50","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=21339"},"modified":"2021-06-07T00:31:18","modified_gmt":"2021-06-06T22:31:18","slug":"buergerinnenkriege-und-queer-feministische-bewegungen-dafuer-hat-die-universitaet-halle-geld-uebrig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=21339","title":{"rendered":"&#8222;Queer-feministische Bewegungen&#8220;, &#8222;B\u00fcrger*innenkriege&#8220; und das Verschieben von Aktivismen &#8211; daf\u00fcr hat die Universit\u00e4t Halle Geld \u00fcbrig"},"content":{"rendered":"\n<p>N\u00e4mlich f\u00fcr die &#8222;Gender Studies&#8220; und das Projekt &#8222;gender*bildet&#8220;. Hier wird (alles auf den offiziellen Seiten der Universit\u00e4t!) erst einmal die Gegenwart beschrieben:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>In den letzten Monaten verzeichnen wir &nbsp;so viele Krisenereignisse wie sie die j\u00fcngeren Generationen noch nicht &nbsp;erlebt haben: die Corona-Pandemie, rassistische, antifeministische, antisemitische und antimuslimische Gewalt und Morde, die Klimakrise, &nbsp;drohende B\u00fcrger*innenkriege, das (wieder)erstarken autorit\u00e4rer &nbsp;Machthaber*innen in Europa und auf der ganzen Welt.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Interessant, ganz nebenbei, da\u00df da nur die &#8222;antimuslimische&#8220;, nicht aber die muslimische Gewalt aufgef\u00fchrt wird.  Aber was k\u00f6nnte in solchen Krisenzeiten helfen? Erst einmal m\u00fcssen &#8222;neue Handlungsfenster&#8220; er\u00f6ffnet werden. Dann bilden sich <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>lokale, nationale und globale &nbsp;Bewegungen, in denen der Aufbau solidarischer B\u00fcndnisse ganz zentral &nbsp;ist. Dabei werden auch wissenschaftliche Diskurse adressiert, vor allem &nbsp;mit dem Anliegen, die Bedingungen dieser B\u00fcndnisbildung aufzukl\u00e4ren und &nbsp;bestehende (soziale und nationale) Grenzen zwischen politischen &nbsp;Aktivismen zu verschieben. Hier leisten queer-feministische und &nbsp;intersektionale Bewegungen und Forschungen seit langem einen sehr bedeutsamen Beitrag.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Projekt <em>gender*bildet<\/em> begr\u00fcndet seine vom Steuerzahler finanzierte Existenz so:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Das Projekt gender*bildet initiiert, organisiert, vernetzt und analysiert. Es hat zum Ziel Gender und Queer Studies in Lehre und Forschung zu verankern und ihr dekonstruktives Potenzial auf allen Ebenen der Hochschule zu unterst\u00fctzen.<\/p><p>gender*bildet meint mehrerlei. Erstens stellen Gender und Queer Studies einen integralen Bestandteil von Hochschulbildung dar, da sie in ihrer epistemologischen, interdisziplin\u00e4ren und intersektionalen Vielf\u00e4ltigkeit den Denkweisen und den unterschiedlichen disziplin\u00e4ren Zug\u00e4ngen ein umfassendes Verst\u00e4ndnis von Gesellschaft zugrunde legen k\u00f6nnen.<\/p><p>Zweitens meint gender*bildet, dass Gender als performatives Geschehen In einem interdependenten Verh\u00e4ltnis zu gesellschaftlichen Prozessen steht. Im Projekt verstehen wir die Kategorie Gender als konstruiert und setzen sie im Hochschulkontext analytisch im Sinne einer Dekonstruktion vermeintlich nat\u00fcrlich gegebener Herrschafts- und Machtverh\u00e4ltnisse ein. Wir bewegen uns dabei auf der inhaltlichen Ebene der Disziplinen, der Forschung und der Lehre, und auf der strukturellen Ebene im Hinblick auf den Abbau von diskriminierenden, strukturellen Gegebenheiten im Hochschulbetrieb.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Manches an diesem pseudowissenschaftlichen Kauderwelsch erinnert mich an die marxistischen, trotzkistischen und maoistischen Gr\u00fcppchen der 60er Jahre, nur da\u00df die Queerdenker des 21. Jahrhunderts noch chaotischer fabulieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber sehen wir uns einmal an, welche Veranstaltungen die Martin-Luther-Universit\u00e4t in Halle ihren Studenten in den letzten ein, zwei Jahren angeboten hat:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Hexe und\/oder Aktivistin? Von den Un- &amp; M\u00f6glichkeiten queer-\/feministischer Spiritualit\u00e4t <\/strong>(Dr. Konstanze Hanitzsch)<br>Das Seminar verhandelt vor dem Hintergrund der poststrukturalistischen &nbsp;und neumaterialistischen Ans\u00e4tze der Gender Studies die M\u00f6glichkeit &nbsp;einer queer-\/feministischen Spiritualit\u00e4t.<\/p><p><strong>K\u00f6rpersensible P\u00e4dagogik \u2013 K\u00f6rper als Produkte und Produzenten schulischer Ordnung<\/strong> (Dr. Sabine Gabriel)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Queeres denken und schreiben &#8211; zentrale texte aus den anf\u00e4ngen einer theoretisch-politischen intervention<\/strong> (Klemens Ketelhut \/ Dayana Lau) (anrechenbar f\u00fcr Zertifikat Gender Studies &amp; ASQ)<\/p><p><strong>Diversity Writing<\/strong> (Saskia K\u00fchn)<\/p><p><strong>Queer-feministische Schreibkollaborationen. Schreiben als Flow, nicht als Code<\/strong>. (Dr. Lena Eckert) (anrechenbar f\u00fcr Zertifikat Gender Studies)<\/p><p><strong>LSQ_B-Einf\u00fchrungsvorlesung: Inklusion und soziale Differenzen in Schule und Unterricht<\/strong> (Prof. Dr. Tanja Sturm)<\/p><p><strong>P\u00e4dagogik in neo-\/post-\/kolonialen Zeiten<\/strong> (Dayana Lau)<\/p><p><strong>\u201eMann redet, Frau nackig\u201c \u2013 Vom Genderstern zur Queeren Gott*: Diverse Streifz\u00fcge durch die Theologische Geschlechterforschung<\/strong> (Doris Kriegel)<\/p><p><strong>Queer-anarcha-feministische Theorien und Bewegungen &#8211; No bosses, no borders, no boredom! <\/strong>(Lena Eckert &amp; Dayana Lau)<\/p><p><strong>Wanderlust. Ein genderkritisches Seminar f\u00fcr eine Gestaltung \u00fcber bin\u00e4re Geschlechtergrenzen hinaus<\/strong> (Miriam Lahusen)<\/p><p><strong>Transgressive Women<\/strong> (Dr. Therese-Marie Meyer)<\/p><p><strong>Solidarit\u00e4t als \u201eburden of the fittest\u201c? Homotransnationalismus, Entwicklungspolitik und die (Un-)M\u00f6glichkeit transnationaler queerer Solidarit\u00e4t.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Alle diese Veranstaltungen sind &#8211; ohne den Protest des Halleschen Rektorats! &#8211; in das offizielle Veranstaltungsverzeichnis des Universit\u00e4t aufgenommen worden. Vollst\u00e4ndig abgeschafft werden sollen dagegen nach dem Willen des Rektorats <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>die Studieng\u00e4nge Gr\u00e4zistik, Latinistik, Indologie, Japanologie, Sprache und Kultur S\u00fcdasiens, Mittel- und Neulateinische Philologie, Arch\u00e4ologie des Vorderorients, Land- und Umwelttechnik und Landeskulturen und Kulturtechniken sowie das Institut f\u00fcr Altertumswissenschaft und das f\u00fcr Sportwissenschaft.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Da er\u00fcbrigt sich jeder Kommentar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>N\u00e4mlich f\u00fcr die &#8222;Gender Studies&#8220; und das Projekt &#8222;gender*bildet&#8220;. 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