{"id":21017,"date":"2021-04-14T01:43:25","date_gmt":"2021-04-13T23:43:25","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=21017"},"modified":"2021-04-14T13:51:00","modified_gmt":"2021-04-14T11:51:00","slug":"lieben-sie-schmetterlinge-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=21017","title":{"rendered":"Lieben Sie Schmetterlinge?"},"content":{"rendered":"\n<p>Durch die Kontaktbeschr\u00e4nkungen in den St\u00e4dten und Gemeinden sieht man seit Monaten viel mehr Menschen in der Natur als fr\u00fcher. Auch auf den verstecktesten Pfaden kommen einem auf einmal Spazierg\u00e4nger, Radler und Jogger entgegen. Manchen Familien mit Kindern sieht man an, da\u00df der Gang durch die Natur f\u00fcr sie etwas Ungewohntes ist, und so hat selbst die Pandemie ihre gute Seite \u2013 man k\u00f6nnte es einen Kollateralnutzen nennen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/antibarbarus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/P1060749-1024x769.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist P1060749-1024x769.jpg\" width=\"450\" height=\"338\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Schmetterlinge sind \u201efliegende Edelsteine\u201c, jeder mag sie (auf dem Bild oben sieht man den gar nicht so seltenen Aurorafalter). Aber sie sind wie viele andere Tiere bedroht: vor allem durch den Verlust an Lebensr\u00e4umen. Da ist es wichtig, da\u00df man regelm\u00e4\u00dfig eine Bestandsaufnahme macht. Welche Arten sind im R\u00fcckgang begriffen, welche k\u00f6nnen sich an die neue, vom Menschen geschaffene Umwelt anpassen?<\/p>\n\n\n\n<p>Hier kann jeder, der Freude an der Natur hat, als ehrenamtlicher Mitarbeiter seinen kleinen Beitrag leisten. Das Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung (UFZ) sucht immer Naturfreunde, die sich langfristig an der Schmetterlingsz\u00e4hlung in Deutschland beteiligen. Dazu mu\u00df man kein Schmetterlingsspezialist sein \u2013 wenn man Freude an der Natur hat und der sch\u00f6nen Sache von April bis September eine Stunde pro Woche opfert, kann man dazu beitragen, die Ver\u00e4nderungen der Fauna in der n\u00e4heren Umgebung zu registrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sucht sich eine Wegstrecke von ca. 200 m (oder mehr) und begeht diese Strecke einmal pro Woche. Dabei notiert man die Schmetterlingsarten und ihre genau Zahl in einem Erfassungsbogen. Man mu\u00df dabei bestimmte Regeln einhalten, aber die sind nicht schwer. Man bekommt eine genaue Anleitung und jede erdenkliche Hilfe. Die Daten kann man am Ende bequem online an das UFZ \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Angst vor dem Bestimmen der Schmetterlingsarten mu\u00df man nicht haben. Hier gilt die Devise \u201elearning by doing\u201c. Ein gutes Bestimmungsbuch (empfohlen wird Settele, <em>Die Tagfalter Deutschlands<\/em> aus dem Ulmer-Verlag) reicht, eine Kamera ist nat\u00fcrlich von Vorteil, damit man die Falter zuhause in Ruhe bestimmen oder sich von Experten Hilfe holen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin jetzt im zehnten Jahr dabei und lerne jedes Jahr dazu. Mein \u201eTransekt\u201c (so nennt man die Wegstrecke, die man \u00fcber die Saison hinweg beobachtet) birgt zwar keine gro\u00dfen Rarit\u00e4ten, das kann man im Rhein-Main-Gebiet auch nicht erwarten, aber es ist spannend zu sehen, wie sich etwa das Wetter oder Ver\u00e4nderungen der Umgebung auf die Zahl der Schmetterlinge auswirken. Und dann findet man doch immer einmal wieder Falter, die man noch nie gesehen hat. Es macht einfach Spa\u00df, man lernt mit jeder Begehung dazu &#8211; und man hilft obendrein, ganz im Sinne der <em>Citizen Science<\/em>, der Wissenschaft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die Kontaktbeschr\u00e4nkungen in den St\u00e4dten und Gemeinden sieht man seit Monaten viel mehr Menschen in der Natur als fr\u00fcher. Auch auf den verstecktesten Pfaden kommen einem auf einmal Spazierg\u00e4nger, Radler und Jogger entgegen. 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