{"id":15193,"date":"2016-08-29T18:04:53","date_gmt":"2016-08-29T16:04:53","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=15193"},"modified":"2016-08-30T09:24:05","modified_gmt":"2016-08-30T07:24:05","slug":"merkels-satz-zum-burka-verbot-nicht-nur-lau-und-windelweich-sondern-auch-falsch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=15193","title":{"rendered":"Merkels Satz zum Burka-Verbot &#8211; nicht nur lau und windelweich, sondern auch falsch"},"content":{"rendered":"<p>Die Kanzlerin hat eine merkw\u00fcrdige Art, Dinge auszudr\u00fccken. Fast w\u00fcnschte man sich, da\u00df sich einmal ein Sprachwissenschaftler mit dem Merkeldeutsch intensiver befassen w\u00fcrde. Nehmen wir nur diesen Satz, den sie in der Debatte \u00fcber ein m\u00f6gliches Burka-Verbot gesagt hat:<\/p>\n<blockquote><p>Aus meiner Sicht hat eine vollverschleierte Frau in Deutschland kaum eine Chance, sich zu integrieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Was f\u00fcr ein Satz! Auf den ersten Blick stimmt er nat\u00fcrlich, bis auf den Ausdruck &#8222;kaum eine Chance&#8220; &#8211; da h\u00e4tte sie getrost &#8222;nicht die geringste Chance&#8220; sagen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber auf den zweiten Blick ist dieser Satz nicht nur besch\u00f6nigend, er ist \u00e4rgerlich. Wenn die Burka-Tr\u00e4gerin n\u00e4mlich &#8222;keine Chance&#8220; hat, sich zu integrieren, dann darf man (schon rein sprachlich) voraussetzen, da\u00df sie sich integrieren <em>will<\/em>, es aber wegen ihrer Kleidung nicht\u00a0<em>kann<\/em>. Das ist nicht nur schlicht gedacht, es verdreht die Wahrheit, indem es dieses merkw\u00fcrdige Gewand zu einem blo\u00dfen Integrationshindernis erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Nichts ist von der Wirklichkeit weiter entfernt. Die Burka ist &#8211; wie alle \u00e4hnlichen Gew\u00e4nder &#8211; eine <em>Kampfansage <\/em>an die westlichen Demokratien, und sie ist genauso gemeint: nicht als bescheiden getragenes, durch religi\u00f6se Vorschriften begr\u00fcndetes Kleidungsst\u00fcck, sondern als Willensausdruck seiner Tr\u00e4gerin, sich niemals und unter keinen Umst\u00e4nden an die westlichen Gepflogenheiten anzupassen.<\/p>\n<p>Das Letzte, was diese Frauen wollen, liebe Frau Merkel, ist<\/p>\n<blockquote><p>eine Chance zur Integration.<\/p><\/blockquote>\n<p>Soviel zu Merkel. Noch ein paar Striche weiter oben auf der politischen Dummheitsskala siedelt sich, wie schon so oft in ihrer Geschichte, die Frankfurter SPD an. Eine &#8222;f\u00fchrende Frankfurter Sozialdemokratin&#8220;, so kann man heute in einem Leserbrief im Lokalteil der F.A.Z. lesen, begr\u00fcnde das Tragen der Burka damit, da\u00df die Mehrheitsgesellschaft nicht genug Angebote gemacht habe: &#8222;nicht genug Bildung, nicht genug Teilhabe, nicht genug Sprachf\u00f6rderung&#8220;.<\/p>\n<p>Liegt der Grund f\u00fcr so einen haneb\u00fcchenen Unsinn vielleicht darin, da\u00df mancher linke Parteipolitiker einfach einen Sprung in der Sch\u00fcssel hat? Fast k\u00f6nnte man es meinen.<\/p>\n<p>Aber in Wirklichkeit scheint hier nur wieder die alte linke Ideologie auf, die alles, aber auch wirklich alles auf irgendwelche &#8222;sozialen Benachteiligungen&#8220; zur\u00fcckf\u00fchren will. Und dazu geh\u00f6ren immer auch weinerliche Selbstbezichtigungen: wir selbst sind doch schuld daran, da\u00df diese armen Frauen sich verh\u00fcllen m\u00fcssen!<\/p>\n<p>Da erinnere ich mich an einen Talkshow-Auftritt von Renate K\u00fcnast vor einigen Jahren: bevor noch irgendein Mazyek ein Wort gesagt h\u00e4tte, raunte sie schon schuldbewu\u00dft und in vorauseilendem Gehorsam: &#8222;Die Kreuzz\u00fcge! Die Kreuzz\u00fcge!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kanzlerin hat eine merkw\u00fcrdige Art, Dinge auszudr\u00fccken. Fast w\u00fcnschte man sich, da\u00df sich einmal ein Sprachwissenschaftler mit dem Merkeldeutsch intensiver befassen w\u00fcrde. 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