{"id":1172,"date":"2011-07-06T00:10:21","date_gmt":"2011-07-05T22:10:21","guid":{"rendered":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=1172"},"modified":"2011-07-06T00:10:21","modified_gmt":"2011-07-05T22:10:21","slug":"schwule-lesben-und-ein-erzbischof","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/antibarbarus.de\/?p=1172","title":{"rendered":"Schwule, Lesben &#8211; und ein Erzbischof"},"content":{"rendered":"<p>Berlin hat einen neuen Erzbischof. Er hei\u00dft Rainer Maria Woelki und ist vom <em>K\u00f6lner Stadtanzeiger<\/em>, kaum da\u00df er ernannt war, als &#8222;Problem-Bischof&#8220; bezeichnet worden. Fortschrittliche Politiker aller Parteien erkl\u00e4ren, wie besorgt sie seinetwegen sind.<\/p>\n<p>Der Grund: Woelki hat, wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs schreibt, &#8222;offenbar ein Problem mit Homosexuellen&#8220;. Die katholische Kirche sei &#8222;schlecht beraten&#8220;, so einen Menschen &#8222;in die Hauptstadt zu schicken.&#8220;\u00a0 Und der kirchenpolitische Sprecher der Gr\u00fcnen-Fraktion, Josef Winkler,  sagte dem <em>Tagesspiegel<\/em>, es werde sich unter anderem am Umgang mit dem  Thema Homosexualit\u00e4t entscheiden, ob Woelki als Bischof in der  Hauptstadt bestehen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Nun ist es aber doch so, da\u00df bei uns die sexuelle Orientierung eines Menschen (von wenigen Bereichen abgesehen) kaum mehr eine Rolle spielt. Von einer Diskriminierung,\u00a0 wie man sie etwa aus den muslimischen L\u00e4ndern kennt, kann man bei uns nun wirklich nicht mehr reden &#8211; und das ist gut so. Es sollte aber auch nicht dahin kommen, da\u00df man eine bestimmte Szenekultur m\u00f6gen mu\u00df, nur weil sie in Berlin gerade angesagt ist &#8211; oder gar, da\u00df man einen Erzbischof nur noch an seiner Einstellung zur Homosexualit\u00e4t mi\u00dft. Das w\u00e4re absurd.<\/p>\n<p>Wenn zwei M\u00e4nner oder zwei Frauen zusammenleben, dann sollen sie alle Rechte haben, die sich aus einer solchen Partnerschaft ergeben. Aber ist das dann auch eine <em>Ehe<\/em>? Ich meine nicht. Ein wenig sorgf\u00e4ltig sollte man mit der Sprache schon umgehen, W\u00f6rter haben nun einmal eine bestimmte Bedeutung. Wer eine Ehe eingeht, will in der Regel auch eine Familie gr\u00fcnden. Sonst k\u00f6nnte man ja auch einfach zusammenleben. Auch Kant definiert die Ehe als &#8222;die Verbindung zweier Personen verschiedenen Geschlechts zum lebenswierigen wechselseitigen Besitz ihrer Geschlechtseigenschaften&#8220;.<\/p>\n<p>Es ist doch keine Diskriminierung von Schwulen und Lesben, wenn man den Begriff Ehe so definiert wie Kant, also als Verbindung eines Mannes mit einer Frau. Das &#8211; und nur das! &#8211; ist nun einmal eine Ehe. Wenn Menschen andere Beziehungen eingehen, sollen sie jedes Recht dazu haben, und unter keinen Umst\u00e4nden wird man sie deshalb diskrimieren d\u00fcrfen. Aber eine Ehe ist das dann nicht.<\/p>\n<p>Der neue Bischof soll gesagt haben, da\u00df homosexuelle Beziehungen gegen die &#8222;Sch\u00f6pfungsordnung&#8220; versto\u00dfen. Dar\u00fcber kann man streiten, wie \u00fcber fast alles. Ich selbst w\u00e4re gegen eine so enge und apodiktische Definition, denn die Sch\u00f6pfung beschr\u00e4nkt sich keinesfalls auf einen <em>mainstream<\/em>, auf das &#8222;Normale&#8220;, sie ist einfallsreich, vielf\u00e4ltig und l\u00e4\u00dft vieles zu.<\/p>\n<p>\u00dcber diesen Reichtum der Sch\u00f6pfung sollten wir als Christen eigentlich froh sein.<\/p>\n<p>Aber eine Ehe &#8211; dabei bleibe ich &#8211; ist eine Verbindung eines Mannes mit einer Frau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin hat einen neuen Erzbischof. 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